_„Promovieren - Christlicher Promotionsratgeber“
"Mehr gelebt, weniger gelitten"
Autoren: Christian und Lisa Strübel
(veröffentlicht in „idea-Spezial“ zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2001)
Dieser Ratgeber ist aus der Doktorandenarbeit der SMD heraus entstanden. Die Autoren, Professoren, Doktoren und Doktoranden, decken ein breites Spektrum an Fragen ab. Warum promovieren? Wie kann ich meine Promotion gestalten? Wie gestalte ich mein Leben während der Promotionsphase?
Das Buch verschleiert nicht die Probleme, die diese Lebensphase mit sich bringt. So wird auch der Abbruch eines Promotionsprojektes geschildert. Doch vor allem ermutigt das Buch, sich auf das Abenteuer Promotion einzulassen. Sehr angesprochen hat uns der Artikel über die unterschiedlichen Phasen der Promotion: Erst die Unsicherheit, dann überschwängliche Phantasien über die Bedeutung der eigenen Arbeit bis zu nüchterner Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Darin spiegeln sich auch unsere Erfahrungen in unterschiedlichen Fachbereichen.
Für christliche Doktoranden besonders hilfreich sind die zwei Beiträge, die auf das spezifische und zum Teil konfliktbeladene Verhältnis zwischen Doktorand und christlicher Gemeinde oder Studentengruppe mit ernüchternder aber auch ermutigender Offenheit eingehen. Sie helfen bei der Frage nach der geistlichen Heimat und Mitarbeit in einer christlichen Gemeinde während der Promotion.
Der Ratgeber wird besonders denjenigen gute Dienste leisten, die vor der Entscheidung für eine Promotion stehen oder gerade damit begonnen haben. Er regt dazu an, sich mit dem eigenen Promotionswunsch kritisch auseinander zu setzen und bietet Hilfen zum Durchleben und Durchleiden der Promotion. Wir hätten etwas mehr gelebt und weniger gelitten, wenn wir das Buch zu Beginn unserer Promotionen gelesen hätten.
Der Weg zur Promotion - praktisch
Autor: Uwe Rechberger
(veröffentlicht in: „Evangelikale Theologie Mitteilungen“, Mai 2001, S. 21)
Der Ratgeber gliedert sich in drei Themenkomplexe:
- Warum Promovieren? Was habe ich von einer Promotion?
- Wie kann ich meine Promotion gestalten?
- Wie gestalte ich mein Leben während der Promotionsphase?
Zielgruppe des Bandes sind Examinierte aller Fakultäten, die sich mit der Überlegung tragen, eine Promotion anzugehen, oder schon dabei sind (explizit jedoch nicht Mediziner, die zumeist studienbegleitend promovieren).
Mit Aufsätzen promotionserfahrener Autoren ist er eine Einladung, sich und die Entscheidung zur Promotion zu reflektieren, vorab und auch immer wieder im Verlauf der Arbeit. Ist die Promotion eine Berufung für mich – oder eine (Selbst-)Auflage (11-25)? Will ich promovieren (26-31)? Rechtfertigt ein erfolgreicher Abschluss mit den sich dadurch (vielleicht/trotzdem nicht) eröffnenden beruflichen Möglichkeiten den Aufwand; bzw. wozu dient die Promotion (32-56)? Hilfreiche Berichte über eigene Erfahrungen mit der Arbeit an der Promotion (53-117) lenken den Blick auf wesentliche Rahmenbedingungen und notwendige Reflexionsthemen: wurde man vom Professor zur Promotion aufgefordert oder handelt es sich um eine eigene Bewerbung? Wie ist das Verhältnis zum Dr.-Vater bzw. die Betreuung? Auch Fragen der Finanzierung und möglicher Nebentätigkeiten (z.B. Assistentenstelle) werden angesprochen.
Die mögliche Differenz zwischen erhoffter bzw. realistischer Dauer der Promotion sollte bedacht werden: „Beträgt [am Lehrstuhl] die mittlere Promotionsdauer sechs bis sieben Jahre, ist bei allem Selbstvertrauen nicht damit zu rechnen, dass man es selbst in der Hälfte der Zeit schafft« (Volker Kessler, S.46). Im III. Kapitel wird in sechs Berichten der mit der Promotion verbundene Lebensalltag thematisiert (118-144): der Doktorand zwischen Promotion, Familie, Gemeinde und oftmals dem Beruf, aber auch nicht selten als ein Mensch, der in seiner räumlichen, zeitlichen und geistigen Zurückgezogenheit auf „sein Thema“ der Einsamkeit zu erliegen droht.
Zusammengefasst thematisiert der Band die praktischen Fragestellungen, die eine Promotion mit sich bringt. Auch wenn die Anzahl der Berichte aus naturwissenschaftlichen Promotionen überwiegt, entdecken dennoch auch Geisteswissenschaftler und damit Theologen manch Hinweis und Trost für ihren Weg zur Promotion.





