Akademiker-SMD
smd
Schüler-SMD
Hochschul-SMD
Akademiker-SMD
SMD-International
Gruppe im Dialog
Suche starten
Englische Version (aktuell: deutsch)
Druckversion anzeigen
Sitemap anzeigen
Seite weiterempfehlen

_Gebet

Gott erhört Gebet

Vor einer Weile hat sich eine Kollegin überlegt, sich auf einen höheren Posten mit leitender Funktion zu bewerben. Aber das Unterfangen war mit einigen beruflichen und privaten Schwierigkeiten und Ungewissheiten verbunden, die sie sehr belastet haben. Zum Beispiel hätte sie sich in eine Menge ganz neuer Arbeitsgebiete einarbeiten müssen und wäre Chefin ihres eigenen Ehemannes geworden, nebenbei hat sie noch eine Familie mit drei Kindern. Am Telefon haben wir schon länger immer mal wieder darüber gesprochen und das Für und Wider diskutiert.

Kurz darauf waren wir gemeinsam auf einer zweitägigen Fortbildung, wo wir auch das Zimmer teilten. Die Nacht hatte sie schlecht geschlafen, viel gegrübelt und saß am Morgen ziemlich fertig auf der Bettkante. Da habe ich spontan gefragt, ob ich mit ihr über die Sache beten sollte. Diesem Vorschlag hat sie zugestimmt und so saßen wir beide auf dem Bett und ich habe sie in den Arm genommen und gebetet, ihr sind die Tränen gekommen. Danach meinte sie, sie könnte es jetzt etwas besser loslassen, und sich wieder auf die Fortbildung konzentrieren.

Eine Woche später bekam ich von ihr eine lange Mail, in der sie von erstaunlichen Veränderungen der Lage erzählte. Die ganze unklare Situation hat sich in weiten Teilen geklärt, auch das Private und Menschliche. Zum Beispiel hatte sie die Gelegenheit, ausführlich mit ihrem Mann über die Situation zu sprechen und zu hören, wie er dazu stehen würde, wenn seine Frau seine Chefin wäre. Die Erleichterung war sehr groß und sie schloss mit den Worten: „Du weißt ja, wie und woher das gekommen ist ...“ Bis heute ist sie recht offen in Sachen Gott & Glaube.

Daniela Schweikhart, Ökotrophologin

Gebet und Tagesplanung

Gott hat mir viele Wünsche erfüllt, zum Beispiel ein spannendes Berufsfeld: Ich bin Leiter einer Entwicklungsabteilung in einem Hochtechnologie-Unternehmen. Eine Besonderheit meiner Situation ist, dass ich an zwei Standorten meine Aufgaben wahrnehme. Das allein macht es bereits erforderlich, meine Zeit sehr umsichtig einzuteilen. Wo und mit wem muss ich über welche Angelegenheiten vorrangig sprechen? An welchen Versuchen sollte ich selbst teilnehmen? Wie schaffe ich mir Zeitfenster, um über Innovatives nachzudenken? In der Regel bereite ich am Vorabend den nächsten Tag sehr konkret vor und dokumentiere das – nur für mich. Dann kommt der nächste Tag. Manches mag durcheinander geraten. Die Planung hilft immerhin, die Prioritäten nicht aus den Augen zu verlieren und sich nicht von Lust oder Unlust verführen zu lassen.

Aber da fehlt noch etwas Wichtiges, das Gebet. Vielleicht ist es das Wichtigste. Ich bete sehr oft, oft nur kurz. Ich bete beim Niederschreiben der Tagesplanung. Ich bete gleich nach dem Aufstehen für den Tagesverlauf. Es liegt an Gottes Führung, wieviel durcheinander gerät, ob ich richtig reagiere auf unvorhergesehene Situationen. Ich bete für Mitarbeiter, Vorgesetzte und das zwischenmenschliche Klima. Man kann dieses Anliegen unterschiedlich vor Gott bringen. Man kann darum bitten, dass die anderen keine Schwierigkeiten bereiten. Es ist aber wohl auch angemessen zu bitten, dass man den anderen nicht selbst zum Problem wird.

Zum Teil vertrauen mir Mitarbeiter private Sorgen an. Dabei wurde ich schon von einem Nichtchristen gefragt, ob ich auch für ihn bete. Wenn im Tagesverlauf schwierige Situationen eintreten, dann liege ich Gott in den Ohren: „Herr hilf mir jetzt! Erbarme dich!“ Gott räumt nicht alle Schwierigkeiten einfach weg, aber er steht denen bei, die ihn anrufen. Das habe ich oft erfahren. Abends kann ich ihm oft danken für einen gesegneten, wenn auch nicht leichten Arbeitstag. Manche Last bin ich nicht so schnell losgeworden, trotz Gebet. Später hat Gott aber doch eingegriffen, zu seiner Zeit, und das ist immer zur rechten Zeit.

Ekkehart Reinhold, Dresden

Nach oben