denken. glauben. erleben. SMD

_Andacht des Monats August 2009: Einfach mal dem Vertrauenswürdigen vertrauen

Zielgedanke

Wir dürfen Gottes guten Zusagen vertrauen, weil er die meiste Erfahrung hat. Also fürchte dich nicht, du kleine Herde!

Worauf ist Verlass

Auf was kann man sich denn noch verlassen? Wenn man nicht bei Allem selbst hinterher ist mit Kontrollieren und Nachsehen? Manch einem klingen solche Sätze im Ohr, wie sie von Eltern kommen können. Da kann man schon mal eingeschnappt sein, wenn einem etwas nicht zugetraut wird, oder einem schlicht misstraut wird. "Etwas mehr Vertrauen darf man mir schon entgegenbringen." Trotzdem ist Kontrolle durchaus ein berechtigtes Anliegen, denn schließlich kann ja mal was daneben gehen. Aber was muss ich vorweisen, damit man mir endlich vertraut?

Was zum Anfassen

Jemand hat ein neues Produkt erfunden. Kann ich ihm glauben, dass es auch hält, was derjenige verspricht? Woher weiß ich, dass es funktioniert? Kann ich es wissen? Wann glaube ich ihm? Gibt es Argumente, die das Vertrauen in seine Versprechungen rechtfertigen? Eventuell hat er wirklich gute Argumente, wenn er sein Produkt anpreist. Vielleicht überzeugt sein Qualitätsmanagement. Worauf verlässt du dich?
Gerne verlassen wir uns beispielsweise auf unsere Erfahrungen. Oder auf die der Anderen, wie beispielsweise in einem Forum, wo Waren beurteilt werden. Wenn es um Kaufartikel geht, orientiert man sich auch an den vorherigen Produkten der Firma.

Nicht Greifbares

Wie sieht es mit Anweisungen, Regeln, Weisheiten aus? Wann vertraue ich ihnen? Hierbei scheint es von wesentlicher Bedeutung zu sein, wer sie gibt. Steht beispielsweise unter dem "Betreten Verboten" Schild im Park "Euer Peter" statt "Der Bürgermeister", dürfte das wenig Auswirkungen auf mein Handeln haben.
Es gibt Anweisungen, die mich vor etwas schützen wollen. Doch manchmal habe ich eher das Gefühl, sie schränken mich ein, als das sie mich schützen. Wenn ich das so empfinde, scheint es umso wichtiger zu sein, wer der Autor ist. Was darf Gott mir alles sagen oder von mir verlangen? Traue ich ihm zu, dass er es gut mit mir meint? Seine Erfahrung spricht durchaus für ihn:

Gottes Referenz

Am Anfang aller Zeit hat ER Himmel und Erde  geschaffen. Er hatte sich viele Gedanken darüber gemacht, wie ER es ausführen sollte. Von einer Sehnsucht getrieben, sich ein Gegenüber zu schaffen, ist schließlich der Mensch geworden. Die Stiftung SchöpfungsTest benotet dies nach 1.Mose 1,31 mit dem Prädikat "sehr gut". Das Leben in Beziehung verlangt allerdings Freiheit zu entscheiden, und so kam es auch zur Entscheidung dagegen mit allen Konsequenzen. Darin leben wir heute noch, aber ER, der weiß wie Leben trotzdem gelingen kann, lässt nicht locker und schickt seinen Sohn, der es nicht für einen Raub hält seine Göttlichkeit abzulegen und unter uns zu sein. Dadurch sollen wir wieder versöhnt werden. Er, der es gut meint, lässt nicht locker und hat so viel Gutes für uns in all seiner Geduld.
Mit seiner jahrtausenden langen Betriebserfahrung hat er so einiges erlebt und wir könnten ihn als vertrauenswürdig einstufen. Wenn nicht manchmal eben dieses Gefühl aufkäme, wir könnten etwas verpassen und uns soll etwas vorenthalten werden.

Sorgen oder nicht sorgen

So spricht Jesus eine der banaleren Dinge an. Daran wird aber klar, wir sorgen uns gelegentlich darum, was wir essen, oder anziehen sollen, ohne unserem Vater zuzutrauen, dass ER für uns sorgt. Sorgen heißt nicht, sich kurz fragen, sondern sorgen! In Lk 12,29-32 sagt Jesus:

"Und ihr, trachtet nicht danach, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und seid nicht in Unruhe! Denn nach diesem allen trachten die Nationen der Welt; euer Vater aber weiß, dass ihr dies benötigt. Trachtet jedoch nach seinem Reich! Und dies wird euch hinzugefügt werden. Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben."

Die Aufforderungen, die im weiteren Text folgen, haben es noch in sich, aber viel wichtiger ist der erste Schritt, dass ich Gott seine gut gemeinten Zusagen glaube. Dass ich Ihn für voll nehme, mit ihm rechne. Dann merke ich erst, was für eine geniale Ermutigung Jesus uns da zuspricht. Sorgen, die den ganzen Platz in unserem Kopf  einnehmen wollen, brauchen uns nicht in Unruhe bringen! Fürchte dich nicht,  du kleine Herde! Wie eine geängstigte kleine Schafherde, die orientierungslos umherirrt, weil lauter Kleinigkeiten ihren Kopf und schließlich ihr Herz bestimmen. Jesus sagt: "Ich bin der gute Hirte!" Der Hirte gibt Orientierung und Schutz. Das tut gut. Vor allem, wenn man schon wieder dabei ist, sich Sorgen zu machen über das, was vor einem liegt. Wie wird das neue Schuljahr? Neben wem sitze ich, wie wird die neue Klasse, bekommen wir wieder diesen Lehrer? Gibt es eine Chance, in Mathe besser zu sein als 4? Schaffe ich meinen Abschluss? Werde ich wieder täglich im Schulbus dumm angemacht?Nur Mut, Gott ist interessiert an deinen Fragen. Es war aber bei deiner Erschaffung nicht so gemeint, dass du deinen Kopf für das "große Sorgen machen" verwendest! Also nur Mut, du kleine Herde! Dein Schöpfer weiß doch, was du brauchst.

Autor: Matthias Laug

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