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_Andacht des Monats Mai: Frühlingsgefühle

Zielgedanke

Gott hat uns an Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten gezeigt, wie groß seine Liebe zu uns Menschen ist. Diese Liebe erfüllt mich so sehr, dass es in meinem Bauch kribbelt und ich davon erzählen möchte.

Der Frühling brummt vor Liebe

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Mai, der Wonnemonat: Es wird warm, es wird grün, die Nächte werden länger und der Winter liegt lang hinter uns.
Mai, der Monat der Frühlingsgefühle - auf der Wiese tanzen die Schmetterlinge und einige davon flattern auch in Bäuchen.

Ein Knistern in der Luft, auf den Parkbänken verliebte Paare und die beste Freundin nervt weil sie sich unsterblich verliebt hat, in Paul. Der hat Strubbelhaare, Schuhgröße 44, und wenn er lacht funkeln kleine Sternchen in seinen Augen.

Wie soll man dieses Gesülze nur aushalten? Echt ätzend. Letztes Jahr war es Peter: Blaugraue Augen, Seitenscheitel, Brille und Gitarrenspieler. Den ganzen Frühling gab es nur ein Thema: Peter, was er gesagt hat, wie er geguckt hat, was er anhatte… Ist aber nichts draus geworden, anscheinend wollte Peter nicht. Da war dann das Gejammer groß – es hat mindestens vier Monate lang gedauert.

Und jetzt halt Paul. Was das wohl gibt? Naja, so lange sie ihre Freude daran hat. Frühlingsgefühle eben, kann man nichts gegen machen – liegt an den Hormonen, oder am Wetter, oder so.

Gott liebt mich so, dass er mir Jesus und den Heiligen Geist an die Seite gestellt hat

Dabei kann ich mich im Frühling doch auch über andere Sachen als Jungs freuen. Es gibt schließlich jede Menge Feiertage. Gut, Ostern lag dieses Jahr eher im Winter, aber jetzt kommen noch Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam. Lauter Feiertage, an dem ich mich darüber freuen kann, was Gott für mich gemacht hat. Also erstmal hat er es geschafft, dass wir Ferien haben, zumindestens lange Wochenenden – keine Schule – herrlich. Aber eigentlich sind die Ferien ja erst nach den Feiertagen gekommen.

Der Grund für diese Feiertage hängt noch an Ostern: Jesus ist von den Toten auferstanden und hat damit dafür gesorgt, dass uns unsere Sünden vergeben werden. Absoluter Feiertag.

Und an Ostern hängt dann auch noch Himmelfahrt. Nach Ostern war Jesus noch 40 Tage auf der Erde. Er hat seinen Jüngern noch Sachen erklärt, die sie bis dahin noch nicht verstanden hatten und er hat gezeigt, dass er nicht tot ist, obwohl er am Kreuz gestorben war. Nach diesem Unterricht für die Jünger und dem Beweis dass er noch lebt, ist Jesus dann aber doch wieder zu seinem Vater zurückgegangen.

Da standen die Jünger wieder alleine da, aber Jesus hatte versprochen, dass er jemanden schicken wird, damit niemand mehr alleine sein muss. Und nachdem Jesus zehn Tage weg war, kam an Pfingsten der Heilige Geist auf die Erde. Als Verbindung zwischen Gott und den Menschen. Damit wir immer jemanden an unserer Seite haben.

Wenn ich daran denke, kriege ich selbst fast Frühlingsgefühle im Bauch - weil Gott mich so liebt. Erst gibt er uns seinen Sohn und dann den Heiligen Geist. Wie der aussieht, kann ich zwar nicht sagen, ich bin mir ziemlich sicher, dass er keine Sternchen in den Augen hat. Aber er kann mir zuhören, wenn ich mit meinen Problemen und Fragen zu ihm komme. Und dann merke ich immer wieder neu, dass Gott mich liebt und nicht sagt: "Nö, ich möchte lieber die Laura und nicht dich – die hat nämlich die schöneren Ohren und außerdem finde ich Menschen mit Pickeln auf der Nase und einer vier in Mathe eher uninteressant." Wenn ich mir das klar mache, bin ich völlig begeistert von Gott.

Gott liebt mich so sehr, dass ich platzen könnte vor Glück

Gott nimmt mich wie ich bin. Wenn ich daran denke kribbelt es bei mir bis in die Zehenspitzen.

Und er nimmt mich auch dann wieder, wenn ich irgendetwas angestellt habe oder wenn ich mich besonders dumm und hässlich fühle.

Und wenn ich merke, dass Gott mich liebt, finde ich den Frühling auch gleich noch schöner, mit frischen grünen Bäumen, zwitschernden Vögeln, lauer Luft und langen Abenden. Und wenn mir dann noch einfällt, dass Gott das alles gemacht hat und mir zeigt, kann ich nur noch staunen. Wenn ich sehe, wie Gott seine Schöpfung in Farben, Gerüchen, Tönen explodieren lässt, bin ich selber so angefüllt, dass ich vor lauter Freude platzen könnte, oder singen, oder tanzen. Da fällt es mir ganz leicht an das zu glauben, was Gott für mich getan hat und tut.

Und dann quatsche ich meiner Freundin ein Ohr ab: Was Jesus erzählt hat und was ich Gott erzählen kann und dass er gesagt hat, dass er mich mag und er mir gerne zuhört. Dass ich rund um die Uhr mit ihm reden kann, ganz egal, wie viele Pickel meine Nase zieren. Dass ich mich auf ihn verlassen kann.

Und dass er nächste Woche mit ins Kino kommt – das hat meine Freundin bei Paul noch nicht geschafft.

Autorin: Anna Brecheis

 



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