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_Andacht des Monats Dezember

Zielgedanke

Das Gebet ist der Schlüssel dazu, dass Gottes Kraft und Wirken in unserem Leben freigesetzt wird.

Material

Du brauchst einen Schlüssel oder einen Schlüsselbund. Lege den Schlüssel in die Mitte und beginne mit der Andacht.

Der Schlüssel zu Gottes Wirken

Ich möchte heute ein bisschen von Paulus erzählen. Der hatte es nicht immer leicht: Mit den Juden hatte er es sich ohnehin verscherzt, weil er ja die Seiten gewechselt hat. Nun gehörte er zu den Christen und gründete auf seinen Reisen lauter neue christliche Gemeinden… da waren die Juden nicht sehr begeistert. Aber auch mit so manchen Christen hatte er zu kämpfen; zumindest mit denen, die in Jerusalem lebten und denen es nicht passte, dass Paulus ausgerechnet hauptsächlich Heiden missionierte! Jesus war doch auch Israelit und beschnitten… da kann man doch keine Heiden zum Glauben führen, dachten die.

Doch genau das hat Paulus getan, weil Gott ihn dazu beauftragt hatte – aber, wie gesagt, er hatte es nicht immer leicht.

Deshalb beschreibt Paulus seinen Dienst in der Bibel immer wieder als „Kampf“. Denn er hatte so einige Widersacher, die nicht gut fanden, was er so alles gemacht hat. Mit denen musste er sich auseinandersetzen, manche haben ihm sogar nach dem Leben getrachtet. In der Apostelgeschichte kann man das in vielen spannenden Berichten nachlesen.

Auch die Gemeinden, die er gegründet hat, machten ihm immer wieder zu schaffen: Da lief bei weitem auch nicht alles so, wie Paulus sich das vorgestellt hat. Immer wieder musste er die Christen in diesen Gemeinden in seinen Briefen ermahnen und ihnen vieles erklären, damit sie den richtigen Weg im Glauben finden konnten. Auch hier musste er viel kämpfen, damit nicht alles den Bach runter geht.

Nun, was sollte jemand tun, der viel kämpfen muss? Er sollte sich Unterstützung besorgen. Und genau das hat Paulus auch gemacht, als er seinen Brief an die Römer geschrieben hat. Da schreibt er in Kapitel 15, Vers 30: „Liebe Brüder, weil Jesus Christus es so will und weil wir in der Liebe des Heiligen Geistes miteinander verbunden sind, bitte ich euch: Helft mir bei meinem Kampf…“ (zitiert nach „Hoffnung für alle“).

Das ist schlau! „Ich habe viel zu kämpfen, liebe Brüder in Rom, bitte helft mir dabei“ – und jetzt wird Paulus wahrscheinlich eine Liste von Dingen aufzählen, wie die Christen in Rom ihm helfen sollen, zum Beispiel: „Könnt ihr nicht für mich an ein oder zwei Gemeinden die Briefe schreiben? Könnt ihr vielleicht ein paar Leute vorbei schicken, die mir hier bei der Arbeit vor Ort helfen? Oder könntet ihr vielleicht einen Text aufsetzen, der den Juden in Jerusalem ein für alle mal erklärt, warum es gut ist, unter den Heiden zu missionieren??“

Aber weit gefehlt, eine solche Liste mit To-Do’s hat Paulus nicht angefügt. Statt dessen lautet der Vers in voller Länge: „Liebe Brüder, weil Jesus Christus es so will und weil wir in der Liebe des Heiligen Geistes miteinander verbunden sind, bitte ich euch: Helft mir bei meinem Kampf, indem ihr für mich betet.“

Was? Das ist alles? Nur für dich beten sollen wir? Wieso das denn, Paulus?? Sollen wir dir nicht lieber tatkräftig unter die Arme greifen? Nein, Paulus schreibt tatsächlich: Helft mir bei meinem Kampf, indem ihr für mich betet.

Vielleicht fragt ihr euch schon die ganze Zeit, was der Schlüssel hier in der Mitte eigentlich soll. Ganz einfach: So ein Schlüssel ist der Grund, warum Paulus genau das geschrieben hat: „Helft mir bei meinem Kampf, indem ihr für mich betet.“ Denn das Gebet ist der Schlüssel dafür, dass Gottes Kraft in unserem Leben freigesetzt wird. Gott hat unendlich viele Möglichkeiten, er ist der Herrscher über Himmel und Erde und hat sogar Jesus von den Toten auferweckt. Nichts ist für ihn unmöglich. Und genau das wusste Paulus – und alles, was er brauchte, war, dass Gott durch seinen Dienst wirkt und seinen Kampf erfolgreich zu Ende führt. Wie das gehen kann, ist ganz einfach: Gott ist immer nur ein Gebet weit entfernt. Und sobald wir anfangen zu beten, beziehen wir Gott direkt ein in alles, was wir im Gebet vor ihn bringen. Und wir beziehen da eben nicht irgendjemanden ein, sondern den Herrn über Himmel und Erde, dem nichts unmöglich ist. Das ist gigantisch!

Wenn du also erleben möchtest, wie Gott auch in deinem Leben wirkt und wenn du sehen möchtest, wie Gottes Kraft Dinge verändern kann – zum Beispiel unsere Schule hier oder unseren SBK – dann fang an zu beten! Das Gebet ist der Schlüssel, Gottes Kraft und Gottes Wirken freizusetzen mitten in deinem Leben. Das hat Paulus erlebt und das kannst du auch erleben.

Abschluss

Singt ein passendes Lied, zum Beispiel „History Maker“ (In love with Jesus 1, Nr. 84) oder „Nichts ist unmöglich“ (Feiert Jesus 2, Nr. 117). Gut ist auch, jedem etwas mit zu geben – zum Beispiel einen kleinen Schlüssel oder ein Kärtchen mit dem Bibelvers drauf. Und auf jeden Fall solltet ihr eines tun, bevor ihr auseinander geht: BETEN!