_Andacht des Monats Dezember 2008: Vorbereitet?!
Es ist mal wieder soweit: Die Adventszeit ist angebrochen, Weihnachten steht vor der Tür! Dieses Jahr ist fast schon wieder vorüber und ein Neues bricht auch gleich wieder an. Mann, oh Mann. Ganz schön viel auf einmal. Zuviel?!
Sicher weißt du, dass Advent etwas mit Ankunft oder Besuch zu tun hat. Man könnte die Adventszeit auch als Vorbereitungszeit bezeichnen. Die Frage ist jetzt nur: Bist du schon vorbereitet? Oder bereitest du noch vor? Worauf muss man eigentlich vorbereitet sein?
OK, die Geschäftswelt ist seit Ende August auf Weihnachten vorbereitet. In jedem Supermarkt findet man seitdem Lebkuchen, Schokoweihnachtsmänner und Plätzchen.
Kirchen und Gemeinden bereiten ihre Krippenspiele vor und planen Proben und Auftritte. Natürlich müssen auch noch Kuchen für Adventssonntage und Weihnachtsfeiern gebacken werden.
Und wie sieht es bei dir aus? Hast du schon alle Geschenke für deine Familie, Freunde und Bekannte? Oder musst du noch Einiges vorbereiten? Einkäufe planen, Geschenke kaufen, Kleinigkeiten basteln, Proben, von einem Termin zum nächsten hetzen… ist das Deine Vorbereitung auf Weihnachten?
Ist das deine Vorbereitung für das Fest der Liebe und der Familie, der Ruhe und Besinnlichkeit? Ist Weihnachten überhaupt das Fest der Familie und der Geschenke, oder haben wir das daraus gemacht? Hat Gott Weihnachten so vorbereitet?
Wenn ich an die Weihnachtsgeschichte denke, dann fällt mir ein: Herodes war vorbereitet, dachte er zumindest. Mit der Tötung aller Erstgeborenen wollte er sein Reich sichern und somit seinem „Schicksal“ entfliehen. Auch die Weisen aus dem Morgenland waren vorbereitet. Sie hatten kostbare Geschenke dabei, als Präsent für den Ankömmling. Aber was war mit Maria und Josef? Waren die denn auf die Geburt des Kindes vorbereitet?
Hätte nicht Josef, als fürsorglicher Vater und Ehemann, in irgendeiner Herberge ein Zimmer reservieren sollen, damit seine Frau einen vernünftigen Schlafplatz hat?!
Und war Bethlehem auf die Ankunft des Heilands vorbereitet? Kein Menschenauflauf, keine Blumen oder Palmenzweige, auch nicht einer hat ein Zimmer für Maria und Josef frei gehalten!
Und Jesus kam trotzdem! Ihm war der Medienrummel, der ja heute auch so wichtig ist, damals total egal! Denn das war nicht seine Mission. Die war nämlich: Auf die Erde kommen, um Gott zu verkörpern und den Menschen von Seiner Liebe zu ihnen zu berichten um schließlich am Kreuz das Herz Gottes Wirklichkeit werden zu lassen: Vergebung für alle! Diese gewaltige Aufgabe wartete auf das kleine Baby im Stall von Bethlehem.
Und was sagt uns das heute, in einer Weihnachtszeit, die kaum noch was von dieser Gewaltigkeit spüren lässt? Es ist nicht wichtig, wie gut wir auf die Festtage vorbereitet sind. Denn das, was zählt, können wir in keinem Supermarkt kaufen und auch nicht basteln.
An Weihnachten wurde die Welt beschenkt – lassen wir uns doch auch beschenken, ganz ohne Kommerz, ohne Einkaufsstress. Ganz schlicht, mit einem Kind, das uns zeigt, was Liebe bedeutet. Ein Kind, dessen wahre Bedeutung Weihnachten ist.






