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_Andacht des Monats Februar 2009: Den Hirten anders denken

Zielgedanke

Montage: Christian Brecheis

In dieser Andacht geht’s darum, den Hirten aus dem „verlorenen Schaf“ mal auf sich selbst beziehen: Wir dürfen und sollen zu Hirten für andere Menschen, für verlorene Schafe, werden.

Vorgehensweise

Lies zuerst Lukas 15,1-7 oder erzähle die Geschichte vom verlorenen Schaf. Gut macht sich auch, wenn du eine (Stoff-, Holz- oder Playmobil-)Schafherde und einen Hirten mitbringst.

Die Andacht

Ja, ich weiß – die Geschichte kennen wir schon. Wir wissen, dass wir wie ein verlorenes Schaf sind, dass Jesus alles stehen und liegen gelassen hat, um uns zu sich zurückzuholen, und wir wissen, dass er am Kreuz für uns bezahlt hat. Wir können uns immer wieder ganz nett hineindenken in dieses Schäflein auf dem Rücken des guten Hirten und oft singen wir das auch.

Es ist gut das zu wissen und es ist vollkommen wahr und richtig. Ich habe nur die Befürchtung, dass wir an dieser Geschichte oft was übersehen.

Jesus wird von den Pharisäern und Schriftgelehrten ja im Vorfeld „bemurrt“ oder auch ziemlich gescholten, weil er mit Sündern verkehrt. Das heißt, weil er mit ihnen essen geht, sie zuhause besucht, ihnen von Gott erzählt und sie behandelt wie gute Freunde. Und daraufhin erzählt er jetzt das Gleichnis vom verlorenen Schaf - also von Sündern, die durch das gute Werk des Hirten wieder nach Hause geholt werden.

Dabei fällt mir auf, dass es solche Menschen immer noch gibt – und zwar im Überfluss: In deiner Klasse, in deinem Sportverein, vielleicht in deiner Familie oder auf der Straße gibt es jede Menge Menschen, die ihr Leben noch nicht auf Jesus umgestellt haben und blökend irgendwo in den Dornen hängen. Und Jesus will sie zurückholen. Schön nicht?
Jep, aber das ist noch nicht alles: Könnte es vielleicht sein, dass Jesus auch möchte, dass wir irgendwann zu diesen Hirten werden, die alles zurücklassen, sich fragen lassen, warum man die 99 Anderen stehen lässt und sich um einen dieser Sünder, die doch eh verloren gehen, kümmern. Ja, das will Gott mit dir machen: Dich vom Schaf zu Hirten werden lassen. Tolle Aufgabe, nicht?

Wie das geht? In der Geschichte steht’s: Suchen, dorthin gehen, wo Schafe sind. Zu Hause, in der Disko, im Internet, in der Schule, in den Dornenhecken eben.
Ich weiß, es ist nicht einfach sich aus der frommen Ecke raus aufzumachen und Leuten den Weg zu Jesus zu weisen – aber es wird irgendwann mit einer riesigen Feier belohnt werden. Dann nämlich, wenn jemand den Weg in den Stall gefunden hat, geht die Party ab – das steht schon so im Text. Die Pharisäer waren erst mal stumm, weil sie nichts dagegen setzen konnten – aber wir, wir sollten anfangen von Jesus zu reden!

Achte mal in der nächsten Woche darauf – Hirte sein!

Autor: Friedrich Spingler