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_Andacht des Monats Januar 2011: Jahreslosung 2011 - Teil II

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

Im ersten Teil der Andacht ging es um die Tatsache, dass das Böse in der Welt vorhanden ist, Jesus dieses aber besiegt hat. Er verändert unsere Herzenshaltung und hilft uns, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Unser Auftrag

Gott verspricht ein gerechtes Gericht über das Böse, aber erst später. Noch hat er Geduld mit der Ungerechtigkeit. Noch ist Gnadenzeit. Noch hat jeder Sünder die Möglichkeit das Liebesangebot von Jesus anzunehmen und Zugang zum Vater zu finden.

Unsere Welt ist grausam: Täglich lesen und hören wir von bitterbösen Streitigkeiten zwischen Völkern und Religionen. In unserer näheren Umgebung erleben Familien und Nachbarn Hass und Zerrissenheit. In unseren Schulen bringt die Feindschaft Schüler dazu, andere zu mobben, zu verachten und zu erniedrigen.

Diese lassen es zu, sich vom Bösen überwältigen zu lassen. Hass bringt aber immer neuen Hass hervor und lediglich ist die Welt, in der wir leben voll von Menschen, die sich gegenseitig hassen. Gleichzeitig fragen sich dieselben Menschen auf widersprüchliche Weise, warum die Welt immer unerträglicher wird.

"Schlag zurück, schlag zurück!" ruft uns die Welt zu. Ganz anders Jesus: er ermutigt uns, nicht zuzulassen, dass uns das Böse überwältigt, sondern er fordert uns heraus das Gute zu benutzen, um das Böse zu besiegen.

Bildquelle: stock.xchng

Zu einigen Verben passt eigentlich keine Befehlsform. Das Wort "lieben" gehört definitiv zu dieser Gruppe.

Niemand kann mich dazu zwingen, einen bestimmten Menschen zu lieben oder nicht. Entweder werde ich merken, dass ich diese Person mag, oder meine Gefühle werden mir deutlich machen, dass sie nicht mein Typ ist.

Jesus benutzt diese Form allerdings häufig. "Liebe!", "Liebe deinen Nächsten", "Liebt eure Feinde". Dies ist eigentlich, menschlich gesehen, ein Ding der Unmöglichkeit, aber in Markus 9,23 steht, dass mit Ihm alle Dinge möglich sind!

Wenn uns Jesus begegnet, macht er unseren Liebestank so voll, dass wir fähig werden, jenseits von Sympathie und Abneigung andere Menschen zu lieben ... selbst diejenigen, die uns nicht wohlgesonnen sind.

Wir werden aufgerufen, Hass mit Liebe zu vergelten und das Böse mit Gutem zu überwinden. Jesu Prinzip von Saat und Ernte lehrt uns, dass Liebe wieder Liebe hervorbringt und dass vor allem dadurch andere Menschen merken, dass es einen Gott gibt, der sie unendlich liebt und eine persönliche Beziehung mit ihnen möchte.

Auch entgegen der natürlichen Gefühle.

Bildquelle: stock.xchng

Und gerade die Kaputten, die, die Andere verletzten, weil sie selbst verletzt worden sind, sollen diese Botschaft hören!

Es ist alles andere als leicht, gegen den Strom der Gefühle zu schwimmen. Gott selbst stellt sich aber zu uns, wenn wir ihm in diesem Punkt gehorchen und verheißt uns seinen Segen.

Friede, der nicht von Gott kommt, hält nicht lange durch. Wenn ich mich durch eigene Kraft bemühe, Frieden mit unsympathischen Leuten zu halten, wird es nicht klappen und danach wird es mir noch dreckiger gehen als vorher.

Und wenn ich das tue, was er mir sagt, also meine Mitmenschen mit seiner Hilfe liebe, steht Gott auch hinter mir. Dann bin ich auch nicht für die Ergebnisse zuständig, und dieses Wissen gibt mir Mut, das auszuprobieren und zu erwarten, dass der lebendige Gott an mir und meinen Mitmenschen handelt.

Was hat eigentlich Jesu Liebe in unserem Leben verändert? Er hat sie uns nicht nur gegeben, damit wir sie genießen. Produziert sie in uns Liebe, die durch uns auf andere gegossen wird?

Wir Christen schulden den Menschen eine Begegnung mit Gott. Er predigt nicht durch Engel, er möchte Diener benutzen, die ihm nachfolgen und nachahmen.
Wir sind beauftragt mit guter Botschaft und guten Taten Akzente in dieser Welt zu setzen. Wenn wir es nicht tun, wird es keiner tun!

Jetzt wird's Praktisch

  • Tankt auf, füllt Euch mit der Liebe Gottes zum Beispiel durch Lobpreis, sprecht Euch gegenseitig die Verheißungen Gottes zu.
  • Betet für Leute, die Euch das Leben schwer machen. Segnet sie und wünscht ihnen Gutes!
  • Sprecht Vergebung aus. Vergebt den Menschen, die Euch verletzt haben. Dies wird Euch befreien und kann sie völlig verändern.

Jérôme Remuhs