_Andacht des Monats Januar 2012: der richtige Blickwinkel
Zielgedanke
Kleiner Jahresrückblick - Den richtigen Blickwinkel für die Dinge entdecken. Kann ich in Dankbarkeit mit Gottes Augen sehen und mich ihm wirklich anvertrauen?
Bereitlegen:
einige Edel- oder Kieselsteine, Kreuz, mehrere Zettel und Stifte
Einstieg
in Römer 8, 18 steht:
Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, aber auch wirklich alles zu seinem Heil.
Cool, oder...? "Ja, wenn das wirklich stimmen würde!" magst du da vielleicht antworten. Manchmal gibt es einfach Situationen in unserem Leben, die wir nicht verstehen und Dinge, denen wir einfach nichts Gutes abgewinnen können.
Ich denke da beispielsweise an die Krankheit einer liebevollen Frau, die sich an der Seite ihres Mannes in einem christlichen Freizeitheim mit viel Engagement eingebracht hat und jetzt schwer an Krebs erkrankt ist. Oder an eine andere Bekannte, die in ihrer Kindheit missbraucht wurde und sich jetzt für Frauen in ähnlichen Situationen und gegen Menschenhandel mit großem Engagement einsetzt.
Vielleicht hast du dich im vergangenen Jahr an der ein oder anderen Stelle gefragt: "Warum musste (mir) das passieren?" Manchmal erfahren wir etwas später den Sinn und das Leid wendet sich in Segen für uns oder andere. So geht es auch dem Bauern in der folgenden Geschichte.
Geschichte

- Bildquelle: stock.xchng
Eine sehr alte chinesische Geschichte erzählt von einem Bauern in einer armen Dorfgemeinschaft. Man hielt ihn für gut gestellt, denn er besaß ein Pferd, mit dem er pflügte und Lasten beförderte.
Eines Tages lief sein Pferd davon. Alle seine Nachbarn riefen, wie schrecklich das sei, doch der Bauer meinte nur: "Schrecklich, wer weiß?"
Nach einigen Tagen kam sein Pferd zurück und mit ihm kamen einige Wildpferde. Die Nachbarn beglückwünschten den Bauern und riefen: "Welch ein Glück!" Dieser aber sagte: "Glück, wer weiß?"
Als sein Sohn eines der Wildpferde zähmen und einreiten wollte, wurde er abgeworfen und brach sich ein Bein. Wieder klagten die Nachbarn und sprachen von einem großen Unglück, der Bauer aber sagte "Unglück, wer weiß?"
Kurz darauf kamen die Soldaten des Kaisers, um junge Männer für den Krieg zu rekrutieren. Da der Sohn des Bauern sein Bein gebrochen hatte, taugte er nicht für den Krieg und konnte so daheim bleiben. Als die Nachbarn ihm sagten, was für ein Glück er hat, antwortete der Bauer: "vielleicht..."
Was immer geschieht, an uns liegt es, wie wir es betrachten. Mich beeindruckt in der Geschichte die Ruhe und Gelassenheit des Bauern - fast als wüsste er sich geborgen in der Hand eines Größeren.
Wir kennen diesen Größeren und dürfen wissen, dass er unser Leben in seinen Händen hält. Manchmal lässt er auch Dinge geschehen, die wir nicht verstehen, doch niemals lässt er uns in den stürmischen Zeiten allein.
Manchmal hat Gott im letzten Jahr vielleicht auch Gebete erhört und Dinge möglich gemacht, mit denen wir nicht gerechnet hätten.
Aktion
1. Dank

- Bildquelle: stock.xchng
Bitte nehmt euch ca. eine Minute Zeit in der Stille nachzudenken, wofür ihr im letzen Jahr Gott danken möchtet.
In der Mitte liegen einige kleine Edel- oder Kieselsteine. Nehmt einen Stein für jeden Dank und legt damit z. B. einen Weg in Spiralform von innen nach aussen - in der Mitte könnte auch ein kleines Kreuz stehen, wenn Ihr habt.
Wer mag kann es laut sagen und somit Gott danken und andere ermutigen.
2. Anliegen
Vielleicht gibt es aber auch noch (große?) Anliegen in deinem Leben - dich beschäftigt vielleicht ein Problem, eine Krankheit oder eine bevorstehende Entscheidung...
Bringt diese Dinge gemeinsam vor Gott und betet dafür. Er hat versprochen unsere Gebete zu erhören, besonders, wenn wir uns gemeinsam für etwas stark machen.
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Matthäus 18.20
Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Joh. 16, 24
Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er's euch geben. Joh. 16, 23
Ihr könnt die Anliegen aufschreiben und zu den Steinen legen. Wenn ihr sie danach in einem kleinen Karteikasten o. ä. aufbewahrt, könnt ihr nachfragen, wie es sich entwickelt hat, weiter dafür beten und Gott ggf. auch für die Wunder, die er in Eurem Kreis tut, danken.
Der SBK - Leiter sollte diesen verwalten und gewährleisten, dass kein anderer Schüler die persönlichen Anliegen sieht und die Infos nur untereinander zum Beten genutzt werden.
Ende
In allem Leid und bei allem Fragen bleibt das Eine gewiss:
Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm HERRN.
Röm 8,38 + 39
Autorin: Silvia Kunze





