_Andacht des Monats Juli 2007: Mose
Zielgedanke
Gott nutzt jeden Moment in deinem Leben, egal für wie fähig du dich selbst gerade hältst!
Bibeltext: 2. Mose 2-4 – Lebensgeschichte von Mose
Der Text wird nicht vorgelesen, sondern in der Andacht überblicksmäßig erzählt. Es wäre allerdings gut, wenn du ihn für dich zur Vorbereitung einmal liest.
Einstieg
Fange mit der folgenden Frage an (du kannst sie einfach vorlesen oder auf Zettel schreiben, so dass jeder für sich ankreuzen kann, bringe dazu dann am besten Stifte für alle mit):
Welcher Schülertyp bist du?
- der Freizeitler: Schule ist eine ärgerliche Unterbrechung meiner freien Zeit.
- der Wissbegierige: Schule ist spannend, ich kann viel lernen.
- der Ängstliche: Schule ist Horror, ich fürchte mich ganz schön davor.
- der Überflieger: Ich bin beliebt und gute Noten sind für mich kein Problem.
- das schwarze Schaf: Die anderen lassen ihren Ärger an mir aus.
Gib den Leuten einen Moment zum Nachdenken und tauscht euch, wenn möglich, kurz darüber aus.
Voll durchstarten
Mose begann als Überflieger: Er war beliebt und hatte glänzende Leistungen. Als Adoptivsohn der ägyptischen Prinzessin bekam er Privatunterricht. Allerdings wurde sein Volk, die Israeliten, von den Ägyptern versklavt. Mose fühlte sich stark und wollte sie verteidigen.
Doch eines Tages ermordete er vor lauter Wut einen ägyptischen Aufseher. Und plötzlich war er das schwarze Schaf. Er musste in die Wüste fliehen.
Dort lernte Mose seine Frau kennen und arbeitete bei ihrem Vater als Hirte. 40 Jahre Freizeit! Er konnte sein Leben selbst bestimmen, durch die Wüste streifen und mit den Leuten zusammen sein, die er wirklich mochte.
Die „Ferien“ waren jäh zu Ende, als Gott ihm den Horrorauftrag gab, zurück nach Ägypten zu gehen… zu den alten Feinden! Der Draufgänger wurde zum ängstlichen Typ. Er versuchte sich rauszureden, doch Gott ließ keine Ausreden gelten. Zusammen mit seinem Bruder Aaron ging er schließlich zum Pharao.
Nach langen Verhandlungen und den 10 Plagen führte Mose die Israeliten aus Ägypten. Je besser er Gott kennen lernte und je mehr er Gottes Handeln erlebte, desto wissbegieriger und mutiger wurde Mose. Egal in welcher Sackgasse das Volk landete, Mose wusste: Das nächste Wunder kommt bestimmt!
Wahrscheinlich geht es dir so ähnlich wie Mose: Je nach Lehrer, Fach, Klassenkamerad, Arbeit oder was auch immer gerade vor dir steht, bist du eher wissbegierig oder ängstlich oder… Vielleicht wärst du lieber ein anderer Typ, aber irgendwie geht das nicht. Mose wäre vermutlich gern ein selbstbeherrschter, beliebter, kämpferischer Menschenrechtler geworden und hätte die Sklaverei abgeschafft. Aber es ging einfach nicht! Und doch war kein Moment seines Lebens umsonst. Gott hat Mose in den verschiedenen Phasen auf seinen Auftrag vorbereitet. Er musste jeden Typ mal ausprobieren, bis er der Mose war, der ein Volk führen konnte.
Wenn du dir deine Klassenkameraden mal anschaust, gibt es da nicht zwei Gruppen: Die einen bekommen immer alles hin, die anderen sind die geborenen Loser?
Falsch! Jeder kann das eine gut und braucht bei dem anderen Hilfe. Ihr könnt euch gegenseitig unter die Arme greifen, wie Aaron dem Mose. Dann verliert der Schultag seine Schrecken. Du kannst deine Schulzeit zusammen mit Gott und den Anderen erobern. Nutze die Chancen, die Erfolge, die Freundschaften, die Herausforderungen, die jeder Tag dir bietet! Dein Leben ist nicht nur das, was außerhalb des Schulhofes passiert, du bist in der Schule mitten drin! Genieße die Zeit – das nächste Wunder kommt bestimmt!
Abschluss
Am Ende kannst du an jeden einen kleinen Zettel verteilen mit folgendem Zitat:
"Help me to remember, Lord, that nothing is going to happen today that you and I can’t handle together."
(Frei übersetzt: "Erinnere mich daran, Gott, dass heute nichts passieren wird, das du und ich zusammen nicht schaffen könnten.")
Autorin: Betty Kögel






