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_Andacht des Monats Juli 2009: Gott ist gut!

Die zentrale Aussage der Andacht diesen Monats lautet:
Gott ist gut!
"Oh ja zum Glück! Halleluja!", mögen Manche denken, Andere: "Das ist nichts Neues."

Ungeachtet dessen, was deine erste Reaktion auf diese Aussage ist, sind wir Christen es gewohnt, solche Aussagen zu treffen, ohne darauf zu achten, was sie wirklich bedeuten.
Was bedeutet also die Aussage: "Gott ist gut!" in deinem Leben? Glaubst du das wirklich?

An was du wirklich glaubst, zeigt sich meist erst in Krisen. Dann, wenn Gott, dein Problem und du ganz alleine sind. Wir Christen bezeichnen solche Lebensabschnitte oft als Wüstenzeiten - Zeiten des Kampfes, bei denen im Glauben so Einiges ins Wanken gerät. Zugegeben: Christen reden nicht gerne über solche Zeiten, weil in solchen Zeiten Zweifel an den Grundfesten des Glaubens laut werden. Und ich schätze, eine wichtige Grundfeste unseres Glaubens ist die Erkenntnis, dass Gott Gutes für unser Leben will.

Als ich letztes Semester für meine Prüfungen lernen musste, habe ich alle möglichen Krankheiten bekommen: Tinitus, Herzprobleme und Bindehautentzündung. Letzteres ziemlich verstärkt. in zwei Monaten vier Mal. Es ist ziemlich niederschmetternd zu sehen, wie einem die kurze Prüfungsvorbereitungszeit davon rennt und wegen der Bindehautentzündung diese noch einmal stark beeinträchtigt wird. In dieser Zeit habe ich viel gebetet und beten lassen, jedoch haben sich die Beschwerden eher verschlechtert als verbessert. Was war nun mit der Aussage: "Gott ist gut!"? Ich muss ehrlich zugeben, dass ich daran nicht mehr glauben konnte. Langsam aber sicher beschlich mich der Verdacht, dass Gott selbst über meinem Leben Gericht halten würde wie in Hesekiel 5, 11-13. Wie verhält es sich also nun mit der Aussage: "Gott ist gut!"?
Irgendwann zwischen Zweifel und Verbitterung habe ich mich entschieden, Gott für alles dankbar zu sein - auch für alles Schlechte. Ich habe förmlich in meinem Leiden Dankbarkeit proklamiert.

Erst dann veränderte sich die Situation langsam ins Positive. Dann habe ich festgestellt, dass Gott kein Gericht mehr über Menschen hält:

"Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden."
Johannes 1, 16-17

 

Durch Jesus Christus gibt es nun einen anderen Weg von Gott (vergleiche Römer 3, 21-26), weg vom Gesetz hin zur Gnade. Um das zu ermöglichen, war Gott nichts zu teuer:

"Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat."
Johannes 3, 16

Dank Jesus gibt keine Verdammnis mehr. Oh ja, Gott scheint wirklich gut zu sein.
Warum mir das ganze Leid widerfahren musste, weiß ich nicht. Das Einzige was ich gesehen habe ist, dass Gott die Sache doch noch zum Guten gewendet hat, als ich meine Herzenseinstellung geändert habe. Ich habe am Ende doch noch erfahren: "Gott ist gut!", er hat eingegriffen! Leid streut Misstrauen in die Beziehung zu Gott - doch immer öfter wird mir trotz allen Zweifeln im Lobpreis oder Gebet bewusst: Gott hat Gutes vor mit unserem Leben.

David Hornfeck