_Andacht des Monats März 2009: Reiner Zufall?!
Zielgedanke
Es gibt keine Zufälle aus dem nichts; Gottes Plan steckt immer dahinter.
Bibelstelle
„Trachtet vielmehr nach seinem Reich, so wird euch das alles zufallen.“ (Lukas 12,31)
Einstieg
Nimm dir eine Straßenkarte oder einen Stadtplan. Alle Straßen und Wege sind genau eingezeichnet. Sie entsprechen der Wirklichkeit.
Gott hat den Plan
Vor ein paar Jahren waren meine Familie und ich mit unserem damaligen Mitsubishi-Bus auf dem Weg zur Nordsee. Es waren Ferien und wir fuhren unbekümmert eine Landstraße entlang. Auf einmal lag direkt vor uns eine zusammengeknüllte Zeitung mitten auf der Straße. Es wäre zu spät zum Ausweichen gewesen und so fuhr unser Auto einfach drüber.
Was wir nicht wussten: In der Zeitung war ein dicker Betonbrocken eingewickelt. Vermutlich hatte zuvor ein Transporter einen Teil seiner Ladung verloren.
Es krachte und rumpelte. Wir hielten sofort an und schauten nach, ob irgendwo ein Schaden entstanden war. Der Wagen war vorne unter der Stoßstange ein bisschen verbeult, aber sonst schien alles in Ordnung zu sein. Und so fuhren wir weiter.
Nach ca. 3 Stunden Autobahnfahrt, standen wir im Stau. Plötzlich winkte der LKW-Fahrer hinter uns ganz wild mit den Armen. Und da sahen wir auch schon den Grund: Der dunkle Rauch, der immer dichter wurde, kam nicht von den neben uns stehenden Autos, er kam von unserem Auto. Mein Vater fuhr überraschend gelassen den Wagen zur nächstmöglichen Haltegelegenheit damit die anderen Autos an uns vorbeischleichen konnten.
Damals gab es noch keine Handys. Ich bin mir sicher, meine Eltern beteten.
Wir, meine Geschwister und ich, erwarteten, dass das Auto gleich explodieren würde, aber das passierte nicht. Und es kam noch etwas hinzu: Wir standen ca. 5 Minuten am Standstreifen, da tuckerte „zufälligerweise“ ein kleiner Abschleppwagen vorbei. Dem winkten wir sofort. Er konnte uns dann auch weiterhelfen und einen größeren Abschleppwagen per Funk organisieren.
Wenn mir ein Apfel bei einem Spaziergang von oben herab zufällt, dann gibt es verschiedene Ursachen, warum der Apfel mir auf den Kopf fällt: Entweder er ist faul oder dicke Larven haben ihn angeknabbert, oder er ist ganz einfach reif. Der Ort, von dem der Apfel herkommt, ist aber immer der gleiche: Der Baum. Ohne den Baum gäbe es auch keinen Apfel, der herunterfallen könnte.
So kann man das Geschehen hier auf der Erde vielleicht auch betrachten. Manchmal fällt uns ganz unerwartet ein Apfel auf den Kopf – im übertragenen Sinn. Es geschieht etwas Überraschendes. Doch wenn wir uns nach Gott ausrichten, dann macht er aus solchen „zufälligen Begebenheiten“ einen Teil seines Plans.
Das soll nicht heißen, dass Gott uns mit Äpfeln bewirft. Er lässt solche „Zufälle“ geschehen, aber er hat einen Plan damit.
Jemand hat mal gesagt: „Zufall ist, was dir von Gott zufällt.“ Deshalb würde ich auch von „Führung“ sprechen und nicht von unbestimmtem Schicksal, Zufall oder Fügung.
Wenn man sich die Geschichten in der Bibel ein bisschen genauer anschaut (z.B. die Geburt Jesu), dann sieht man, dass Gott immer wieder überraschende, plötzliche Geschehnisse (z.B. Träume) nutzt, um einen Plan durchzuführen. Meistens sind dabei auch irgendwelche Menschen mit einbezogen. Ja, und manchmal mag es vielleicht so aussehen, als wäre alles einfach Zufall und dann zeigt sich erst im Rückblick, dass Gott etwas daraus gemacht hat.
Falls du also beim nächsten Mal von einem oder mehreren „Zufällen“ überrascht wirst, dann freu dich! Gott hat was damit vor. Auch, wenn du noch nicht weißt, wie die Sache enden wird, kannst du sicher sein: Gott hat einen Plan! Er ist dabei.
Ja, und uns hat er damals auch geführt. Das Auto musste zwar in die Werkstadt und mit unserem Gepäck war alles auch nicht so easy, aber wir kamen letzten Endes doch wohlbehalten an der Nordsee an und hatten noch einen echt schönen Urlaub.
Für meine Eltern und uns war damals klar: Gott hatte uns bewahrt und geschenkt, dass ein Abschleppwagen ausgerechnet in dem Moment vorbeikam. Insofern hatte Gott uns auch da durchgeführt.
Fazit: Gott nutzt solche Begebenheiten, um auf ihn und seine Größe zu verweisen. Auch aus negativen Angelegenheiten kann er etwas Positives entstehen lassen.
Autorin: Martha Maria Mang






