Schüler-SMD
smd
Schüler-SMD
Hochschul-SMD
Akademiker-SMD
SMD-International
Gruppe im Dialog
Suche starten
Englische Version (aktuell: deutsch)
Druckversion anzeigen
Sitemap anzeigen
Seite weiterempfehlen

_Andacht des Monats März 2011: Entsorgen

Zielgedanke

Bring deine Sorgen zu Jesus und lass sie bei ihm.

Bibeltext

All Eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.
1Petr 5,7

Bildquelle: stock.xchng

Andacht

Einstieg – Sorgen werfen.

Gib allen einen kleinen Zettel, lass sie darauf etwas schreiben, um das sie sich grade sorgen. Dann lass sie damit auf den Mülleimer werfen.  

Zum Text

Wer hat schon einmal nachts wach gelegen und versucht, seine Sorgen so wie das Papier eben auf Jesus zu werfen? Nachts, wenn man eigentlich schlafen und nichts anderes mehr tun will, häufen sich die Gedanken im Kopf manchmal so, dass man sie am liebsten einfach loswerden würde: Wegwerfen auf Jesus, damit das Herz frei wird und man ruhig einschlafen kann.

Petrus eröffnet uns in seinem Brief diese Möglichkeit: "All eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch." Was für eine befreiende Aussicht! Wir geben unsere Sorgen ab – und Jesus selbst kümmert sich um sie, während wir schlafen. Mensch, da sind die Sorgen wirklich am allerbesten aufgehoben!

Aber wie funktioniert das mit dem Sorgenwerfen eigentlich genau? Manchmal hat man den Eindruck, dass man die Sorgen zwar wegwerfen will – aber sie kommen zu einem zurück wie ein Bumerang. Oder habe ich sie vielleicht vorbei geworfen wie eben den Zettel auf den Mülleimer?

Ich hätte gerne, dass sie bei Jesus am Kreuz kleben blieben – aber stattdessen sind sie beim übernächsten Gedanken wieder in meinem Kopf. Wie wird man seine Sorgen wirklich los?

Es gibt eine Erzählung von einem Philosophen (von Immanuel Kant), der einmal so wenig Geld hatte, dass er seinen Diener nicht mehr bezahlen konnte und ihn entlassen musste. Er war wirklich traurig und um sich selbst zu therapieren, schrieb er einen Zettel, auf dem stand: "Ich muss meinen Diener vergessen." Den hat er sich in die Tasche gesteckt, damit er sicher immer wieder daran denkt.

Was ist daran sonderbar? – Na, durch den Zettel wird er ja erst wieder daran erinnert, dass er überhaupt wegen seines Dieners traurig ist. Er will den Diener zwar vergessen, aber stattdessen weist ihn der Zettel immer wieder darauf hin.

So ist es mit unserem Sorgenwerfen auch manchmal: Unsere Sorge ist uns irgendwie lieb geworden. Wir wollen sie zwar loslassen, schauen dann nachts aber weiter auf die Sorge und nicht auf Jesus, so dass die Sorge schließlich erneut die Oberhand gewinnt.

Wie kann man es anders machen? – Schreib das, was Dich sorgen lässt auf und vertrau das – vielleicht erstmal für die Nacht – Jesus an (steck es nicht in deine eigene Tasche, wie der Philosph das gemacht hat!), vielleicht mit diesem Satz: "Herr Jesus, ich habe hier eine Sorge XY – bitte nimm du sie für diese Nacht. Ich will sie nicht mehr. Wecke mich, wenn es etwas Wichtiges in dieser Sache zu tun gibt. Aber ansonsten weiß ich sie bei dir in den besten Händen. Du wirst das gut machen. Hier ist sie." Dann wende dich in Gedanken etwas anderem zu – vielleicht hast du Lust, ein Vater-Unser zu beten.

Jetzt kannst du gespannt sein, was Jesus am nächsten Tag daraus machen wird. Wenn Du so ein Heft hast, in dem du deine Sorgen festhältst, kannst du am nächsten Tag sehen, was Jesus für dich getan hat. Das ist gut: Bei Jesus sind die Sorgen in den besten Händen.

Aktion – Sorgen-Anvertrau-Heft

Gib Deinen SBKlern zum Abschied kleine (Din A6 oder Din A7) Heftchen. Schreibe mit ihnen zusammen auf die erste Seite den Vers aus 1Petr 5,7 und das Sorgen-Anvertrau-Gebet von oben. Bete zum Schluss.

Autor: Markus Stamme