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_Andacht des Monats Mai 2007: Was zählt!?

Zielgedanke

Wirklich wichtig ist die (Nächsten-)Liebe, nicht Noten oder Leistungen.

Einstieg

Was ist dir in der Schule wichtig? Tauscht Euch darüber aus: Gute Noten, Clique, beliebt sein bei den Lehrern, gutes Abitur…

Bibeltext: Matthäus 25,40a

"Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."

Was wirklich wichtig ist

"Und was hast du heute gemacht?" Wohl die meist gestellte Frage, seit du zur Schule gehst. Zumindest bei vielen Schülern ist das so. Und dann beginnt man aufzuzählen, was man alles Tolles in seinen Schulstunden gemacht hat. Irgendwann erzählt man auch nur noch die guten Sachen, lässt die 6 in Englisch oder den gefundenen Spicker in Geschichte geschickt weg. Vielleicht ist es den Eltern gar nicht so wichtig, zu wissen wie gut man in der Schule ist, welche Noten man geschrieben hat und von wem man gelobt wurde. Sie sind einfach daran interessiert, wie man im Schultag lebt. Irgendwann merkt man, dass sie eigentlich wissen wollen, mit wem man gequatscht hat, ob man sich mit den Lehrern versteht, was mit den Freunden los ist und wen man demnächst zum Essen mitbringt.

Jesus verkehrt die Sicht seiner Nachfolger auch, ähnlich wie manche Eltern: Die Jünger fragen Jesus, wer denn in den Himmel käme. Vielleicht haben sie auch ein Leistungsdenken im Kopf gehabt und solche Antworten erwartet:

  • "Der am meisten Geld verdient hat."
  • "Der in Englisch ne 1 hatte."
  • "Der Klassensprecher war und das Schulfest organisiert hat."
  • "Der am meisten Freunde hat."

Doch Jesus überrascht mit seiner Antwort total. Ihm ist es mehr wert, dass Liebe gelebt wird. Ihn interessiert nicht in erster Linie, ob du erfolgreich handelst. Sicher, freu dich dran, dass du gut sein kannst, dass du Dinge leisten kannst, er ist ja schließlich derjenige, der dich begabt hat! Doch das ist nicht das Wichtigste. Er fragt nicht nach Erfolg. Er fragt, was du den Ärmsten der Armen getan hast, mit wem du dein Brot geteilt hast, wen du aufgenommen hast.

Jesus fragt dich, ob du dem Klassenlooser in Mathe hilfst, die Aufgaben zu bewältigen, ob du der Außenseiterin Zeit schenkst und mit ihr Eis essen gehst. Er fragt, wem du das letzte Mal ein Lächeln geschenkt hast. Komisch, dass Jesus sich genau das wünscht, was die geringsten Aussichten auf Erfolg hat. Aber es ist das Beste, was du geben kannst: Deine geschenkte Liebe.

Das ist eine sehr göttliche Sicht auf die Dinge. Findest du nicht?

Autorin: Anne-Maria Apelt