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_Gänseblümchen-Andacht des Monats Mai 2009 – nicht nur für Mädchen ;-)

Zielgedanke

Wir sind erwählt und wurden zuerst geliebt. Nicht von irgendwem, sondern von Jesus. Und das sollten wir nie vergessen. Es ist eine wichtige Grundlage in unserer Beziehung zu Gott.

Er liebt mich – er liebt mich nicht

Sonne auf dem Gesicht, Gras unter den Füßen, Vögel zwitschern, es riecht nach Frühling, wohin das Auge sieht, lauter weiße Blumen: Gänseblümchen.
Blütenblätter fallen. Erst eins, dann zwei, drei, vier, …

„Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich, … , er liebt mich.“ Das Gänseblümchen hat alle seine Blätter verloren, nur noch das gelbe Innere sitzt auf dem Stiel. Stille.

Wirklich? Liebt er mich wirklich? Mich?

Hast Du das schon einmal gemacht? Dieses alte Spiel gespielt? Vielleicht wenn keiner zusieht? Denn wahrscheinlich denkst Du Dir, dass das eigentlich doch kindisch oder mädchenhaft oder einfach unsinnig ist. Ja, vielleicht ist es das. Und trotzdem hat sich bestimmt jeder von euch diese Frage schon einmal gestellt: „Liebt er mich?“, „Liebt sie mich?“, „Liebt meine Mutter mich?“, „Liebt mein Vater mich?“, „Liebt mich überhaupt irgendwer?“

Ganz normale Fragen. Und ganz wichtige Fragen! Was wären wir ohne Liebe?

Das Problem ist, wie Du wahrscheinlich schon selber festgestellt hast, wie man die Antwort auf diese Fragen herausfindet. Ich kann Dir natürlich nicht die Antwort geben. Zumindest nicht auf alle diese Fragen. Aber eine kann ich doch beantworten. Auf die Frage „Liebt mich überhaupt irgendwer?“ kann man eindeutig mit Ja antworten.

Ostern – wer, wie, was, wieso, weshalb, warum?

Wir haben gerade Ostern gefeiert. Viele Menschen genießen an diesen Tagen einfach, dass sie frei haben, die Kinder stürzen sich auf die Schokolade, aber viel zu wenige wissen, dass der Osterhase nicht der Grund für die Feiertage ist. Klingt vielleicht komisch, ist aber so.

Der wahre Grund ist einer fernab von Schokolade. Jesus, der Sohn Gottes, er ist der Grund. Und der wunderbarste noch dazu. Denn er ist für uns gestorben. Für alles das, was wir falsch machen, für alle unsere Macken und Marotten, für unsere Unvollkommenheit. Für Dich und für mich. Damit wir nicht verurteilt werden beim Vater, deswegen ist er gestorben. Er hat sich quasi schützend vor uns gestellt.

„Nun gut,“, sagst Du vielleicht, „ist ja schön und gut, dass er mich beschützen will. Aber tot bringt er mir im Nachhinein doch auch nichts.“

Richtig, das ist ein guter Einwand. Aber er ist nicht tot geblieben, sondern er ist vom Tod auferstanden. Er hat geschafft, was eindeutig über unseren Verstand hinaus geht. Und das hat er nicht gemacht, um mal ein bisschen anzugeben oder weil er ein wenig Nervenkitzel haben wollte. Nein, nachdem er die Schuldfrage durch seinen Tod geklärt hatte, ist er zu seinen Jüngern zurück gekehrt. Die Jünger waren nach seinem Tod am Boden zerstört. Jesus weiß das und kommt zurück. Er ist bei ihnen. Er ist für sie da. Weil er weiß, dass wir seine Liebe brauchen.

Und wir können uns auf diese, seine Liebe ebenso verlassen, wie die Jünger es damals erlebt haben.

Denn Jesus Christus spricht (Johannes 15,16):
„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er’s euch gebe.“

Lass Dir diesen Satz mal so richtig auf der Zunge zergehen. Lies ihn zwei-dreimal hintereinander und nimm an, dass diese Zusage Dir gilt. Genau Dir! Und wenn Du das getan hast, dann merkst Du vielleicht auch, dass es nicht mehr so wichtig ist, ob Deine Gefühle Dir gerade dasselbe vermitteln. Diese Zusage steht felsenfest und Du kannst sie Dir immer wieder durchlesen. Jesus wird Dich immer mit offenen Armen empfangen und sehnsüchtig auf Dich warten. Denn er hat Dich erwählt, bevor Du ihn erwählt hast.

Auf den Weg – eine kleine Erinnerung

Schon seit langem habe ich über meinem Bett ein Gedicht aufgehängt. Und wenn ich abends schlafen gehe, lese ich es ab und zu. Auch wenn ich es eigentlich schon auswendig kann. Es ist immer wieder eine Ermutigung und eine Erinnerung, dass Gott mich liebt. Vielleicht hilft es auch Dir, nicht zu vergessen, dass Du geliebt und erwählt bist. Auch wenn Du das gerade nicht so spüren solltest. Das Gedicht geht folgendermaßen:

Liebesbrief

Ich hab Dich geschaffen
Und mit Liebe bedacht;
Hab Dir Geist eingehaucht
Und Dein Herz stark gemacht
Und mit Träumen gesegnet.
Deine Liebe gesucht.

Doch für dich bin ich entbehrlich???

Hab Dir Liebe eingehaucht
Hab Dir Kraft geschenkt.
Mit meiner Liebe in Dir
Rette ich die Welt.
Ich setze auf Dich,
Für mich bist Du der Held
Der gegen Windmühlen kämpft.

Auch wenn du glaubst, es hat keinen Sinn!

Du glaubst an das Gute
Das verbindet uns,
Du bist ein Teil von mir,
Bevor Du warst, wusste ich von Dir.

Und du fragst: Warum bin ich hier???

Wie viele Engel brauchst Du
Bis Du mich siehst?!?
Du hast Wunder gesehen
Dir die Augen gerieben.
Du dachtest, Du träumst;

Lange vor dir war ich da
Und ich wohn in dir
Tief
Ich bin dein Gott
Und schreib dir diesen Liebesbrief!

Ich hab Dich bestimmt
Um die Welt zu verstehen
Sie mit Deinen Augen zu sehen.
Nur Du hast den Schlüssel,
Es liegt an Dir,

Dass wahr wird, wovon viele träumen!

Du glaubst an das Gute,
Das verbindet uns.
Du bist ein Teil von mir.
Bevor Du warst, wusste ich von Dir!
Und Du fragst:

Warum bin ich hier???

Lange vor dir war ich da
Und ich wohn in dir
Tief
Ich bin dein Gott
Und schreib dir diesen Liebesbrief!

Autorin der Andacht: Magdalena Kuhnert
Das Gedicht „Liebesbrief“ stammt von der Website mehr-als-du-glaubst.de (dort gibt’s auch eine Vertonung zu dem Gedicht).