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_Andacht des Monats November 2011: Nächstenliebe

Zielgedanke

Ärger und Zorn auf andere Menschen verhindern, dass ich mich voll und ganz auf Gott konzentrieren kann. Dabei hat Jesus doch gesagt, dass wir sogar unsere Feinde lieben sollen, denn die Fähigkeit die zu lieben, die uns hassen, unterscheidet uns Christen von anderen Menschen.

Einstieg

Dein bester Freund oder deine beste Freundin haben dich versetzt, du hast mitbekommen, wie andere über dich lästern oder dein Schulfeind hat schon wieder einen Witz über dich gerissen, den alle lustig fanden - nur du nicht. Dass du Menschen verletzt oder von Menschen verletzt wirst, lässt sich nicht verhindern, doch Jesus hat eine eindeutige Stellung dazu.

Hauptteil

"Oh mann, nicht schon wieder der!"... Vielleicht hörst du diesen Satz öfter bei euch an der Schule. Vor allem dann, wenn Streit zwischen Menschen herrscht und die seelischen Wunden noch nicht verheilt sind kommt keine Begeisterung auf, wenn man auf den Gegenpart trifft. Diese Wunden können Enttäuschungen sein, zum Beispiel wenn deine beste Freundin dich sitzen lässt, weil sie lieber mit ihrem Schwarm unterwegs ist. Schmerzhafte Verletzungen können auch durch einen krassen Streit entstehen.

Tatsächlich kann Hass auf Andere aber auch vorkommen, wenn man mit ihnen überhaupt nichts zu tun hat. "Er ist halt einfach komisch", deswegen lässt es sich so leicht über ihn lästern, damit kommt man ja auch gut in der Gruppe an. Schwuppsdiwupps mag man durch diese Gespräche die Person wirklich nicht, obwohl sie eigentlich ganz nett sein kann.

Genauso kann Hass auf der anderen Seite entstehen, denn ganz ehrlich: Mögt ihr Menschen, die über euch lästern oder jemand, der euch in einem Streit beschuldigt?

Wie können wir damit umgehen?

Überall auf der Welt gibt es Hass, Ärger und Frust. Jesus hat eine klare Anweisung, wie wir uns gegenüber den Menschen, die diese negativen Gefühle verursachen, verhalten sollen. Lest dazu doch Lukas 6, 27-36:

Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun.
Schlägt dich jemand auf die eine Backe, dann halt ihm auch die andere hin, und nimmt dir jemand den Mantel, dann lass ihm auch das Hemd. Gib jedem, der dich bittet, und wenn dir jemand etwas nimmt, dann fordere es nicht zurück. Handelt allen Menschen gegenüber so, wie ihr es von ihnen euch gegenüber erwartet.

Wenn ihr die liebt, die euch Liebe erweisen, verdient ihr dafür etwa besondere Anerkennung? Auch die Menschen, die nicht nach Gott fragen, lieben die, von denen sie Liebe erfahren. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, verdient ihr dafür besondere Anerkennung? So handeln doch auch die, die nicht nach Gott fragen.
Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr ebenfalls etwas erwarten könnt, verdient ihr dafür besondere Anerkennung? Auch bei denen, die nicht nach Gott fragen, leiht einer dem anderen in der Hoffnung auf eine entsprechende Gegenleistung.

Nein, gerade eure Feinde sollt ihr lieben! Tut Gutes und leiht, ohne etwas zurückzuerwarten. Dann wartet eine große Belohnung auf euch, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist.

Puh, ganz schön schwierig, oder? Wie sollen wir denn denen, die uns verletzt haben, genauso gegenübertreten, wie denen, die wir mögen? Die Antwort ist für mich eindeutig: Der Unterschied zwischen dem "verärgerten Ich" und dem "liebenden Ich" ist Gott! Die Liebe, die wir von ihm empfangen, können wir weiter in die Welt raustragen, sogar zu denen, die wir eigentlich nicht mögen. Denn wie Lukas schon schreibt: Gott ist der Unterschied zwischen einem "normalen" Menschen und Christen. Jedem fällt es leicht einen guten Freund zu lieben, aber jemanden zu lieben, den man nicht mag, ist richtig anstrengend.

Das Ganze jetzt konkret

Bildquelle: stock.xchng

Bestimmt habt ihr alle gerade eine Person im Kopf, die euch besonders verletzt hat oder über die ihr euch ärgert. Wenn ich bete danke ich sehr oft für schöne Dinge, die mir passiert sind oder bitte für etwas, das mich weiterbringt. Aber Jesus dreht den Spieß um. In Vers 27 sagt er:

"Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun." (NGÜ)

Wenn euch also der Ärger über eine Person überkommt, dann segnet sie und bittet im Gebet, dass dieser Person nur das Beste geschieht und ihr diese Person so wie einen guten Freund lieben könnt. So kann Gottes Liebe in euch wirken und Hass aus eueren Herzen verschwinden.

Bleibt nur noch die Frage: Wie verhalte ich mich denn, wenn ich jemanden liebe? Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth, wie sich wahre Liebe verhält. Ihr könnt es in 1. Korinther 13, 4-7 nachlesen:

Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit. Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.

Autor: Christopher Bücklein