_Andacht des Monats Oktober 2007: Jesus soll im Mittelpunkt stehen – nicht dein Stress!
Zielgedanke
Nicht die Ergebnisse unseres Christseins sollen im Mittelpunkt stehen, sondern Jesus.
Tauscht euch aus:
- Wie war eure letzte Woche?
- Was lief gut und was nicht so gut?
Leistungsdruck?
Ganz häufig ist unser christliches Leben vom Leistungsdruck geprägt. Wir denken, dass wir allein die ganze Welt bekehren müssten und wenn ich einmal nicht von Jesus erzählt habe, bin ich kein guter Christ. Wehe ich habe einmal nicht die Hausaufgaben gemacht oder mich mit meiner Schwester gestritten. Das findet Jesus gar nicht gut. Wir brauchen Ergebnisse und zwar gute. Stehst du auch unter diesem Leistungsdruck?
Kontrastprogramm: Johannes 15,5

- Bild: Stock.XCHNG / Ali Taylor
Jesus spricht: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun."
Jesus sagt hier nicht: Du musst aber Frucht bringen und immer alles richtig machen und nie die Hausaufgaben vergessen und dich nie streiten. Das sind zwar gute Dinge, aber er will zuallererst etwas anderes. Wir sollen in ihm bleiben! Dann kommt die Frucht automatisch. Ist das nicht ein wenig zu einfach? Das muss doch komplizierter sein. Ich muss mich doch auch noch, um etwas kümmern.
Richtig: In ihm bleiben.
Klartext
Jetzt aber mal "Butter bei die Fische". Was soll denn das "in ihm bleiben" konkret heißen? Jesus benutzt hier ein klares und verständliches Bild. Eine Rebe kann sich ja eigentlich nicht dagegen entscheiden, ob sie am Weinstock hängt oder nicht. Sie hängt da und muss da auch hängen, um Wasser und Nährstoffe zu bekommen. Der Weinstock versorgt die Rebe mit allem, was sie zum Leben braucht.
Das Bild ist eigentlich sehr klar. Wir sollen also in diesem Austausch mit Jesus bleiben. Wir sollen ihn in unsere Leben mit reinnehmen, indem wir über alles mit ihm reden. Über unsere Freuden und Probleme. Wir haben die Möglichkeit alle Nahrung von ihm zu bekommen, indem wir erwartungsvoll in der Bibel lesen. Dort spricht er zu uns und gibt uns "Nahrung", die wir brauchen. Außerdem schenkt uns Jesus Gemeinschaft mit anderen Christen z.B. im SBK. Das sollten wir auch nutzen, indem wir füreinander beten, aneinander denken und uns ermutigen und trösten im Schulalltag.
Wirklich alles Klartext?
Auch wenn ich jetzt ein paar Dinge genannt habe, mag das noch zu unkonkret klingen und es ist für manche noch nicht Klartext genug. Das liegt daran, dass wir die richtigen Antworten meistens schon kennen, aber sie nicht leben. Du musst diese Beziehung zu Jesus leben. Sag Jesus gerade jetzt genau das, was dich beschäftigt, was du doof findest oder wo du dringend Hilfe brauchst. Schieb es nicht auf morgen, nach dem Motto: "Ich kann ja morgen vielleicht beten oder in der Bibel lesen." Sei bereit jetzt sofort mit Jesus in Verbindung zu treten und alles von ihm zu erwarten.
Neue Perspektive
Du wirst sehen, wenn du Jesus so in deinen Lebensmittelpunkt stellst, jederzeit mit ihm redest und er auch jederzeit zu dir reden kann, dann wird sich die Perspektive ändern. Aus der Freude an und der Liebe in dieser Beziehung werden dann auch gute Resultate hervorgehen, aber ohne dass sie im Mittelpunkt stehen. Mittelpunkt ist und bleibt Jesus!
Autor: Klaus Rieger





