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_Andacht des Monats Oktober 2008: Gott loben

Einleitung

Wenn man mitten aus dem Schulalltag zusammen kommt, ist einem oft nicht nach „Loben“ zumute. Mitschüler, Lehrer, Eltern, Hausaufgaben und Notenstress geben vielleicht auch heute mal wieder wenig Anlass dazu. Umso wichtiger ist es, sich gemeinsam daran zu erinnern, dass Gott trotz allem da ist. Dass er uns sieht und um alles weiß, was uns bewegt.

Hauptteil

Jetzt ist die Zeit, vor ihn zu treten und für diesen Augenblick einzutauchen in die Gegenwart des Schöpfers, die so unendlich gut tut. Sie ist die Quelle der echten Freude, aus der wir Kraft tanken können für das was heute noch kommt.
Wir wollen ihn loben und damit unseren Blick weg von uns und hin auf ihn lenken, seine Größe wahrnehmen und staunen.

Auf mein Herz und preise den HERRN!
Alles in mir soll den heiligen Gott rühmen!
Auf, mein Herz, preise den HERRN und vergiss nie, was er für mich getan hat!

Meine ganze Schuld hat er mir vergeben, von aller Krankheit hat er mich geheilt,
dem Grab hat er mich entrissen, hat mich mit Güte und Barmherzigkeit überschüttet.
Mit guten Gaben erhält er mein Leben, täglich erneuert er meine Kraft und ich bleibe jung und stark wie ein Adler.

Der HERR greift ein mit heilvollen Taten, den Unterdrückten verschafft er Recht.
Mose hat er eingeweiht in seine Pläne, Israel hat er seine Wunder sehen lassen.
Der HERR ist voll Liebe und Erbarmen, voll Geduld und unendlicher Güte.
Er klagt nicht immerfort an und bleibt nicht für alle Zeit zornig.
Er straft uns nicht, wie wir es verdienten, unsere Untaten zahlt er uns nicht heim.
So unermesslich groß wie der Himmel ist seine Güte zu denen, die ihn ehren.
So fern der Osten vom Westen liegt, so weit entfernt er die Schuld von uns.
Wie ein Vater mit seinen Kindern Erbarmen hat,
so hat der HERR Erbarmen, mit denen, die ihn ehren.

Er weiß, was für Geschöpfe wir sind; er kennt uns doch: Wir sind nur Staub!
Der Mensch ist vergänglich wie das Gras, es ergeht ihm wie der Blume im Steppenland:
Ein heißer Wind kommt – schon ist sie fort und wo sie stand, bleibt keine Spur von ihr.
Doch die Güte Gottes bleibt für immer bestehen,
bis in die fernste Zukunft gilt sie denen, die ihn ehren.
Er hält auch noch zu ihren Kindern und Enkeln, wenn sie nur seinem Bund treu bleiben.

Der HERR hat seinen Thron im Himmel errichtet, er herrscht als König über alle Welt.
Preist den HERRN, ihr starken Engel,
die ihr ihm aufs Wort gehorcht und seine Befehle ausführt!
Preist den HERRN, ihr mächtigen Diener, die ihr seinen Willen vollstreckt!
Preist den HERRN, ihr Geschöpfe alle, wo immer ihr lebt in seinem Reich!

Auch du, mein Herz, preise den HERRN!

(Psalm 103)

Nehmt euch Zeit, Gott noch mit eigenen Worten zu loben. Er ist würdig, ihm gebührt Anbetung! Vielleicht stellt ihr euch zum Beten gemeinsam in einen Kreis.

Schluss

„Gott loben das ist unser Amt.“ So heißt es in einem alten Kirchenlied. Gott loben – das ist die Bestimmung der ganzen Schöpfung, auch unsere. Und zwar nicht nur, wenn die Sonne scheint, sondern zu allen Zeiten.
Gott loben – das können wir nicht nur mit Worten. Wenn wir nach Gottes Willen fragen und anderen gegenüber Liebe zeigen, dann wird auch unser Handeln zu einem Lob Gottes!

Autorin: Susanne Gäbler