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_Andacht des Monats Oktober 2011: Fürchtet euch nicht!

Zielgedanke

Auch wenn ich mir (Wage)Mut nicht anlesen kann, abschauen und ausprobieren  darf ich.

(mögliche) Bibelstellen

1. Samuel 17; Matthäus 14,22ff - für alle die nachlesen wollen, ob es wirklich Mut war.

"Fürchtet euch nicht!"

Einstieg

Ein  schöner Satz, den wir gern hören und vielleicht auch noch ganz vorfreudig von den Weihnachtsengeln im Ohr haben - zumindest ist er uns nicht fremd - und selbst wer sich nicht als allzu bibelfest bezeichnen würde, weiß, dass man diesen Zuspruch sicher in der Bibel finden wird.

Doch während man von Furcht in der Bibel doch des öfteren liest, wie sieht es im Vergleich dazu mit dem Wörtchen "Mut" aus? Wie oft treffen wir das?

Die Suche beginnt...

So auf die Schnelle will mir nicht mal eine Richtung einfallen, ob ich jetzt eher im Neuen oder doch lieber im Alten Testament suchen sollte? Daneben ist mir auch gerade keine Geschichte präsent, in welcher Mut bestimmt drin vorkommen sollte. Doch.

Sicher, David stellt sich Goliath ja nicht zaghaft gegenüber und auch Gideon zieht siegesgewiss in die Schlacht - irgendwie kommt da aber der Mut immer nur in den Zwischenzeilen zur Sprache.

Es ist für mich ja schon ein Unterschied, ob mir jemand sagt: "Keine Sorge, es wird schon gut gehen." oder: "Mutig voran."

Wenn mir denn die Bibel keine direkte Antwort verraten will, so muss ich also über Umwege mich weiter auf die Suche begeben. Das Wortschatzlexikon stellt Mut als Charaktereingeschaft dar - die hat man demnach oder hat sie nicht. Toll, für alle, die sie gerade/immer mal wieder nicht haben.

... geht über Umwege...

Leider ist meine Bibel auch sehr spärlich mit dem Wörtchen mutig durchzogen. Da hilft wohl nichts: selbst suchen, wer die Kriterien des Mutigen erfüllt.

Gideon hatten wir schon, der fällt für mich eher unter prüfend und berechnend - siehe auch Buch der Richter, ab Kapitel 6.
David passt schon ganz gut, vielleicht aber auch Petrus, als er über das Wasser läuft.

Das spricht schon von Mut, den Fuß über die Planke zu setzen und zu laufen, während man weiß, dass der See unruhig ist und das dann auch noch nachts.
Ganz gleich, ob das einem schon als lebensmüde oder gar dumm erscheint, es ist auch Wagemut.

Jener Wagemut wiederum trifft auch ganz gut auf David zu - beide Geschichten erzählen aber auch davon, dass sie beide sich des Zuspruchs Gottes gewiss sind. Saul spricht Segensähnliches auf David aus und auch Petrus folgt einer göttlichen Aufforderung.

... und führt mich zur Erkenntnis:

Bildquelle: stock.xchng

Mut kann so einfach sein.

Und kann doch nicht darauf beschränkt sein, den beiden Herren Schritt für Schritt nachzufolgen. Eher meine eigenen Schritte in Gottvertrauen zu tun. Andere auf ihrem Glaubensweg begleiten. Wegbereiter sein.

Daher darf ich auch mutig sein für meine Mitschüler, Mitmenschen. Ich darf ihnen den Zuspruch geben, dass Gott mit dabei ist; ich darf das sagen, was sich gerade der Mutlose nicht traut, ich darf mit anderen mutig sein. Ich darf mich mutig im Gebet versenken, für sie und mich bittend.

Und ich darf mich auf mutige Abenteuer mit Gott freuen!

Los geht’s: den Fuss über die Planke setzen und sich die Füsse nass machen.

Autor: Konstantin Stiehler