_Andacht des Monats September 2007: Die Welt verändern
Zielgedanke
Die Welt verändern zu wollen ist gut. Aber vergiss nicht: Die Welt beginnt immer bei dir und den Menschen, die dich umgeben.
Einstieg (aus Max Lucado, Von Gott geformt)
Schauplatz: Gottesdienst am Sonntagvormittag, Zeit zum Gebet in der Stille.
Max: Gott, ich will was Großes für dich tun.
Gott: Wirklich?
Max: Na, und wie. Ich möchte Millionen erreichen! Ich möchte vor einem ganzen Fußballstadion von Leuten predigen! Die ganze Welt soll wissen, wie groß du bist! Ich kann mir schon richtig vorstellen…
Gott: Das ist wirklich schön, Max. Ich hätte da was für dich, gleich nach dem Gottesdienst.
Max: Oh, klasse! Eine Ansprache im Radio oder Fernsehen? Oder … oder eine Einladung, vor der Bundeskanzlerin zu sprechen?
Gott: Naja, ich hatte eigentlich etwas anderes im Sinn. Siehst du den Typ da neben dir?
Max: Ja.
Gott: Der braucht jemand, der ihn nachher mit dem Auto heimfährt.
Max (leise): Wie bitte?
Gott: Er braucht jemand, der ihn nachher nach Hause fährt. Und wo wir schon mal dabei sind – eine der älteren Damen in der Reihe hinter dir macht sich Gedanken, wie sie es bloß schaffen soll, den Kühlschrank umzustellen. Wie wär’s, wenn du da heute Nachmittag einfach vorbeischaust und…
Max (flehend): Aber Gott – und was wird aus der Welt?
Gott (lächelnd): Denk mal drüber nach.
Die Vision
Wer hat sie nicht manchmal? Diese großen Visionen von einer besseren Welt voller Menschen, die Gott kennen und zu ihm gehören. Eine Welt in der sich alle geliebt wissen von dem Schöpfer, der sie gemacht hat und der das Beste für sie im Sinn hat. Eine Welt in der man füreinander da ist, in Frieden lebt, Nöte anderer nicht nur mitleidig sieht, sondern auch auf sie reagiert. Eine Welt in der … ja, wie wünschen wir uns eigentlich die Welt?
Was nun?
Jetzt hat ja das neue Schuljahr begonnen. Vielleicht warst du in den Ferien auf einer Freizeit und hast dort voll aufgetankt, fühlst dich vom Heiligen Geist total angezündet und würdest die Gute Nachricht am liebsten einfach nur so in die Welt hinaus rufen. Oh Mann, das ist gut! Das ist ganz phantastisch, phänomenal … solche Leute braucht das Land!
Leider kommt es so selten vor, dass wir (wie Max es sich gewünscht hätte) die Gelegenheit haben vor einem ganzen Fußballstadion von Leuten über Gott und seine Großartigkeit zu reden. Genauso wie es uns kaum möglich sein kann, die Probleme aller Menschen auf einen Schlag zu beseitigen und für alle da zu sein. Aber das Gute ist: Das brauchst du auch gar nicht. Jeder hat aber seine ganz eigenen Möglichkeiten, anderen Menschen eine Freude zu machen, sie etwas von Gottes Liebe und Gnade spüren zu lassen. Du ahnst wahrscheinlich nicht, wie vielen Leuten in deiner direkten Umgebung du – mit einem für dich vielleicht verhältnismäßig geringen Aufwand – einen unheimlich großen Dienst erweisen könntest. Wie schade wäre es, wenn du von der Erkenntnis gebremst würdest, dass du nicht die ganze Welt zugleich verändern kannst und dadurch deine ganze geniale Energie verpufft.
Sperr Augen und Ohren auf, lass dich wie Max von Gott anschubsen und beginne zu sehen: Den Jungen in deiner Klasse, den eigentlich keiner so recht leiden mag und stell dich auf seine Seite, lerne ihn besser kennen. Die Putzfrauen der Schule, die euch immer hinterher räumen und viel leisten. Ob sie sich vielleicht über eine Blume mit einem lieben Gruß oder Bibelvers freuen würden? Den Obdachlosen, den ihr immer auf dem Heimweg seht. Kauft ihm ein belegtes Brötchen oder ein neues Hemd, unterhaltet euch…
Aktion
Was fällt euch noch ein? Jeder könnte sich ja eine ganz konkrete Sache überlegen, die er innerhalb der nächsten Woche angehen möchte. Vielleicht macht ihr ja auch was als SBK zusammen. Schreibt auf ein Blatt, was ihr euch vornehmt und schaut beim nächsten Treffen, was draus geworden ist. Dann könnt ihr euch über die Erlebnisse austauschen, die ihr gemacht habt.
Schlusswort
Egal was ihr einem anderen Menschen Gutes tut, die Welt wird dadurch besser. Zwar nur in diesem klitzekleinen Teilbereich der Welt, den du und der Andere darstellt – aber eben aus genau diesen klitzekleinen Teilbereichen besteht doch die Welt, oder etwa nicht?
Und Gott wünscht sich so sehr, dass du mit dem was du hast (ob es Zeit, Geld, Kraft, die Gabe des Zuhörens oder was auch immer ist) raus gehst und was draus machst.
Take your chance to change your world!
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. (Gandhi, 1869-1948)
Autorin: Susanne Gäbler






