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_Andacht des Monats September 2009: Was raus kommt, zählt!

Einleitung

Seifestücke (kleine Teile, die nicht sofort als Seife erkennbar sind) rumgeben lassen. Was ist das? Es zu essen ist nicht so gesund. Seife? Ja! Wofür braucht man Seife? Zum Waschen, genau.
Frage: Wer von Euch wäscht sich regelmäßig die Hände vor dem Essen?

Die Bibelstelle für diese Andacht hat mit dem Händewaschen zu tun. Jesus sagt darin, worauf es im Christsein ankommt und wie wir als Menschen miteinander umgehen sollen.
Die Bibelverse hat Jesus gesagt als Reaktion auf den Vorwurf von den damaligen Superfrommen, den Pharisäern, dass seine Jünger sich nicht die Hände vor dem Essen waschen würden:

"Versteht ihr denn nicht, dass alles, was man durch den Mund in sich aufnimmt, in den Magen gelangt und dann wieder ausgeschieden wird?  Was jedoch aus dem Mund herauskommt, kommt aus dem Herzen, und diese Dinge sind es, die den Menschen unrein machen. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Aussagen, Verleumdungen. Das ist es, was den Menschen 'in Gottes Augen' unrein macht; aber mit ungewaschenen Händen essen macht ihn nicht unrein." (Matthäus 15, 17-20)

Krass oder? Das mit dem, was in den Mund rein geht und wieder raus kommt ist ja logisch, aber das andere? Was heißt das? Sollen wir von jetzt an schweigen? Nichts mehr sagen?
[Pause - etwas warten]
Mit den Worten - schon mal passiert. Vielleicht heute. Worte in Gedanken? Morgens auf dem Weg zur Schule. Man trifft jemanden, den man absolut nicht mag. Ok, ich grüße ihn und denke im Stillen: Oh nein, der schon wieder! Oder jemand verletzt mich und meine Reaktion darauf besteht im Ablästern bei Freunden über ihn oder indem ich Lügen erzähle.
Was raus kommt (aus dem Mund) zählt! Was ist jetzt mit dem Händewaschen?

Worauf es ankommt

Es geht darum, dass wir verstehen: Christsein macht sich nicht (nur) an äußerlichen Formen fest, also an meinen Moralvorstellungen oder an dem wie oft ich in den SBK gehe, in die Jugendgruppe, wie ich zu Sex vor der Ehe stehe, sondern an meiner Herzenshaltung. Wie es hier tief drinnen aussieht! Und da sieht es recht schwarz aus - wenn wir ehrlich sind. Wenn jeder von uns hier im Kopf eine Glasplatte hätte und wir so die Gedanken des anderen - und zwar jeden! - sehen könnten, ich glaube, es würde ganz schön warm werden - hier im Raum; vor lauter roten Köpfen, die sich schämen! Eine ganze Menge Müll!

Und dieser Müll macht sich manchmal auch in gestörten zwischenmenschlichen Beziehungen bemerkbar - Lästern, üble Nachrede... Egal ob Christ oder nicht, keiner ist da vollkommen! Das alles passiert ja - böse Gedanken, jemanden verwünschen, lästern. Schlimm wird es, wenn Fehler, Worte, Lästern nicht nur im Herzen bleiben, sondern nach draußen gehen.

[An dieser Stelle kannst du ein kurzes Beispiel erzählen, wie so ein Verhalten bei anderen Schaden angerichtet hat]

Man kann mit Worten soviel kaputt machen. Solange es im Herz ist, ist es hauptsächlich eine Sache zwischen Gott und dir. Wenn daraus aber ein Handeln, ein Wort entsteht, dann nicht mehr! Worte können aufbauen, aber auch verletzen und kaputt machen.  Achte auf das, was aus deinem Mund herauskommt.
Und dennoch - wir werden es nicht vermeiden, dass mal Müll raus kommt, und wir andere verletzen. wohin mit dem Müll? Wäre es nicht toll, wenn es da eine Seife gäbe, die einen total reinigt?
Genau deswegen ist Jesus gestorben. Für diesen Müll, meinen Müll, deinen Müll! Um uns davon zu reinigen. Wenn wir uns auf ihn einlassen. Auch wenn du selbst schon in einer Beziehung mit Jesus lebst. Es wichtig zu sehen, was Christsein ist. Nicht das Einhalten von irgendwelchen Regeln und Formen, jedenfalls nicht zuerst. Sondern zuerst eine lebendige Beziehung zu Jesus und ein Leben aus der Vergebung, wo ich ehrlich zu mir selbst und andern sein kann!

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Und wenn ich mit Jesus lebe, der Müll weg ist, ich eine Antwort auf die Fragen "Warum lebe ich?", "Woher komme ich?", "Wohin geht's?" bekommen habe, dann kann ich auch mit dem Problem Lästern anders umgehen. Schau mal nach den Anlässen und Ursachen - wenn dich jemand hier im SBK oder in der Schule aufregt und du über ihn lästerst. Das ist keine Lösung! Versuch lieber mal eine Woche jeden Tag für diese Person zu beten! Und dann schenkt Gott auf einmal die Gelegenheit zum Gespräch! Und du siehst die andere Person plötzlich mit ganz anderen Augen. Oder der fiese Lehrer. Bete für ihn! Gebet verändert uns und andere. [An dieser Stelle kannst du noch weitere konkrete Hilfen geben]

[Lies die Verse nochmal vor]

Vielleicht denkst du heute dran beim Händewaschen? Jesus reinigt uns völlig. Nicht das Einhalten irgendwelcher Moralvorstellungen. Es geht um eine Beziehung zu Jesus, aus der heraus ich anders, besser leben kann. Deswegen gibt es eine Gesellschaft mit begründeter Hoffnung: SBKs.
Was raus kommt (hier raus) zählt!

Autor: Patrick Will