Schüler-SMD
smd
Schüler-SMD
Hochschul-SMD
Akademiker-SMD
SMD-International
Gruppe im Dialog
Suche starten
Englische Version (aktuell: deutsch)
Druckversion anzeigen
Sitemap anzeigen
Seite weiterempfehlen

_Dickes Buch, kurze Pause – Bibel im Schülerkreis

Quelle: www.sxc.hu

Nur wo Bibel draufsteht, ist auch Kraft drin.

„Um zu beweisen, dass es Gott nicht gibt, muss ich natürlich die Bibel durchlesen ... und als ich sie das erste Mal durch hatte, war ich so gepackt und fasziniert, dass ich sie gleich noch mal gelesen habe – und so bin ich zum Glauben gekommen“, erzählt mir meine Freundin Antje.

Wow!!! Nur durch die Bibel? Ganz ohne Evangelisation, ohne Diskus-sionen und ohne wirklichen Einblick in das Leben von Christen? Kann denn ein Buch (Papier!!) allein Leben verändern? Was hat dieses Buch bloß, was andere nicht haben?!

„Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.“ (Hebräer 4,12)

  • Krass! Die Bibel scheint keine Buchstabensammlung zu sein, sondern ein mächtiges Werkzeug Gottes. Es entlarvt meine Masken, hält mir einen Spiegel vor, erklärt mir die Welt und erzählt eindringlich vom liebevollen, gnädigen und allmächtigen Wesen Gottes.
     

„Denn es [das Evangelium] ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, ...“ (Römer 1,16)

  • Noch viel krasser! Bibellesen verändert nicht nur meine Sichtweise auf mich und Gott, sondern von Jesus zu lesen und daran zu glauben, rettet Menschen vom Tod und setzt frei zu einem ganz neuen Leben. Solche Macht in einem Buch – unglaublich, aber wahr – und Antje hat es ja genau so erlebt!

Dieses Buch hat’s wirklich in sich.

Es ist weder ein Roman, den man zur Unterhaltung liest (manche tun das) noch ist es ein Sachbuch, aus dem man bestimmte Informationen gewinnt (manche nutzen es so), sondern es ist Gottes Wort und als solches mit übernatürlicher Kraft erfüllt (die wenigsten wissen das). Zwischen zwei Pappdeckeln befindet sich mein Woher, mein Wohin, die Offenbarung des lebendigen Gottes und die ganze Power, Leben für alle Ewigkeit zu verändern. Wow ... und das liegt hier auf meinem Schreibtisch! Was für eine Ehre!

Aber die Bibel will nicht verehrt werden.

Sie will gelesen, gebraucht, studiert, geglaubt, meditiert und verbreitet werden. Einem Nichtchristen kann sie eine ganz neue Welt eröffnen und ihn zum Glauben führen. Für einen Christen wird sie ein Grundnahrungsmittel, ohne das er Mangelerscheinungen entwickelt, die zu lebensgefährlichen Krankheiten führen können. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ (5. Mose 8,3)

Jesus kannte die Bibel ziemlich gut (jedenfalls die Teile, die es damals schon gab), und oft hat sie ihm geholfen, Anfechtungen zu widerstehen, Angst zu überwinden, blödsinnige Argumente zu widerlegen, seinen Auftrag klar zu sehen und den Weg bis zum Ende zu gehen.

Bibellesen gehört also zum Christsein wie die Blumenerde zu einer Pflanze, nicht als eine zusätzliche Pflicht, sondern als Quelle, als Nährboden.

Sie ist der Ort, an dem ich sehe, wie Gott mich und mein Leben meint, und an dem sich mir Gott in seiner Herrlichkeit, Allmacht, Liebe und Größe offenbart. Gottes Wort hilft mir, mit seinen Augen zu sehen und ein realistisches Bild von dem zu bekommen, was an diesem Tag in der Schule geschieht, was in den Nachrichten gesendet wird, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten kann und wie ich meine Zukunft sehe.

Die Bibel gehört in mein Leben, und sie gehört in jede christliche Gemeinschaft. Im Glauben zu wachsen, gelingt ja nicht ohne die Blumenerde ...

Dein Schülerkreis

... braucht die Bibel! Für manche Schülerkreise ist das selbstverständlich. (Manche nennen sich ja auch Schülerbibelkreis und es wäre schon komisch, wenn dort überhaupt nicht in der Bibel gelesen würde ...) Für die anderen spreche ich hiermit meine wärmste Empfehlung aus!

Warum? Ganz einfach: Wenn „Neue“ dabei sind, kann und wird sie das Wort Gottes stärker berühren und faszinieren, als jedes gesprochene Wort von euch (was nicht heißen soll, dass nicht auch Kommunikation über das Bibellesen hinaus stattfinden sollte), und für die Christen wird es ebenfalls ein stärkerer Trost, Zuspruch, Schutz oder eine größere Herausforderung sein als alles, was einer von euch mit eigenen Worten sagen kann. Weil Gott selbst redet!

Warum nicht darauf vertrauen, sich auf Gott verlassen und seine Kraft in Anspruch nehmen? Warum Trabi fahren, wenn ich einen Porsche 911 haben kann?

Außerdem ist es toll, mit anderen zusammen Bibelstellen zu entdecken und sich gegenseitig Fragen beantworten zu können. Zugegeben: zu Hause allein ist es doch manchmal recht mühsam, oder? Gemeinsam zu erleben, wer Gott ist und wie Christen leben sollen, das macht Spaß!
 

"Aber beten ist wichtiger"

... sagst du jetzt vielleicht, und außerdem hat euer Schülerkreis nur „so wenig Zeit in der Pause“, da muss man sich auf eins konzentrieren.

Ja, an beiden Argumenten ist was dran.

  • Beten ist wichtig, aber nicht wichtiger. Man hält die Pflanze in den Regen, aber der Boden fehlt ... Schnell passiert es, dass man sich beim Beten doch nur um die eigenen Probleme und die Erlebnisse der letzten Schulstunde dreht und den Kopf nicht wirklich frei bekommt, um in Gottes Thronsaal zu treten. Ein Blick in die Bibel aber gibt „Futter“ fürs Gebet, orientiert einen neu und kann aufzeigen, wo der Hase im Pfeffer liegt (bei dir, in deiner Klasse, in der Schule oder bei euch im Schülerkreis).

Bibellesen und Beten gehören fest zusammen. Einmal redet Gott und einmal reden wir. Würdest du das als wirkliche Alternative betrachten?


Wenig Zeit zu haben, ist manchmal doof. Trotzdem lässt sich bei guter Planung jeder Zeitrahmen nutzen. Das Wichtigste darf jedenfalls deswegen nicht weggelassen werden. Ein Vers reicht ja oft schon – er kann mich in den Gedanken treffen, die mich schon die ganze Woche bewegen, mir Sünde zeigen oder mir einen „Tritt in den Hintern“ geben (´tschuldigung!) und das ist absolut wichtig!!

Ein paar konkrete Anregungen

Je nach zeitlichen Möglichkeiten kann man verschiedene Methoden ausprobieren, um die Kraft Gottes in Form der Bibel im SBK zu nutzen.
Grundsätzlich kann man entweder einfach Verse oder Texte lesen und sie so stehen und für sich sprechen lassen oder man kann danach einen Austausch über den Text in Gang bringen, oder jemand bereitet eine Andacht zu einer Bibelstelle vor. Eine Andacht (d. h. eine/r macht sich ein paar Gedanken im Vorfeld und teilt sie den anderen mit, eventuell mit einem persönlichen Beispiel oder einer Illustration durch einen Comic o. ä.) erleichtert den anderen manchmal den Zugang zum Text und hilft, sich den Kern des Bibeltextes zu merken.

Möglichkeiten, einen passenden Text zu finden und etwas draus zu machen

  • Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeinden (zwei zueinander passende Bibelverse für jeden Tag im Jahr; Losungen sind im christlichen Buchhandel erhältlich).
  • In den Losungen gibt es auch jeweils einen Wochenspruch und einen Monatsspruch, der sich verwenden lässt.
  • Ein biblisches Buch kapitelweise durchlesen (dazu braucht man mehr als eine 20-Minuten-Pause), um mal eine Geschichte in der Gesamtheit zu sehen.
  • Eine Geschichte mehrere Male erzählen, jedes Mal aus der Sicht einer anderen beteiligten Person (Bsp. Verlorener Sohn: einmal aus Sicht des Vaters, dann des jüngeren Sohnes, des älteren Sohnes, der Schweine, des Knechtes ...).
  • Einen Text in mehreren Sprachen vortragen (geht schön mit Psalmen oder mit einzelnen Versen) und wirken lassen.
  • Der Reihe nach einen Bibeltext vorstellen, der einem wichtig geworden ist.
  • Ein Andachtsbuch verwenden und daraus Texte und Ideen für die Schülerkreis-Andacht gewinnen (am besten nur als Inspiration, nicht zum Vorlesen).
  • Im Internet nach guten Andachten suchen.


Mit welcher Methode auch immer, „lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen ...“ (Kolosser 3,16) und lasst die Power der Bibel an eurer Schule mächtig wirken!

Juliane Waldminghaus

Und hier noch einige Tipps für Andachtsbücher und andere Inspirationsquellen

Andachten

Thomas Drumm, Markus Ocker (Hrsg.): S.M.S. Short Message Service. 50 kurze Schülerandachten, Verlag der Francke-Buchhandlungen 2001, € 7,95
50 praxiserprobte Andachten für Schule und Jugendkreis zu den Rubriken: Mut-mach-Andachten, missionarische Andachten, Unterstufen-Andachten und Musik-Andachten. Neben fertigen Andachten gibt es eine Fülle von Ideen zum Weiter-Nachdenken und Anregungen zum eigenen „Kreativ-Werden“. Kann hier über diese Website bestellt werden!

Ken Davis / David Lambert: Neuer Saft für müde Birnen, Verlag Schulte & Gerth 2001, € 9,95
Die Andachten in diesem Buch sind in einem lockeren Sprachstil verfasst. Das Spektrum reicht von lustig bis nachdenklich, die Länge der Andachten ist „pausen-tauglich“.

Nate Adams: Frisch gepresster Birnensaft, Verlag Schulte & Gerth 1998, € 9,95
Die Fortsetzung zu „Neuer Saft“. Viele kurze Andachten mit passendem Bibelvers. Vielleicht nicht ganz so spritzig wie Band 1.

Manfred Bletgen: Spotlights. Bibelworte auf den Punkt gebracht, Brunnen-Verlag / ejw-Service GmbH 2002, € 9,90 

Albrecht Kaul (Hrsg.): Jugendandachten 4. Inputs für Generation @, Brunnen-Verlag / ejw-Service GmbH 2001, € 8,90
Andachtsideen zu Bibeltexten mit Vorschlägen für Anspiele und andere kreative Einstiege. Einiges wird für eine Pause vielleicht zu lang sein, es sind aber gute Ideen dabei!

Josh McDowell / Bob Hostetler: Von Gott und anderen Dingen. Das tägliche Überlebensbuch. 365 Powertexte für Teens, Hänssler-Verlag 2000, € 15,95

Axel Kühner: Überlebensgeschichten für jeden Tag, Aussaat-Verlag 2001, € 14,90
365 kleine Geschichten (mit Bibelstellenverzeichnis im Anhang) zu ganz verschiedenen Themen, die sich gut als Einstieg für Andachten verwenden lassen.

Speziell für den Unterstufen-SBK:

Mark Littleton: Lieber Gott, hast du mal Zeit für mich? 365 Andachten für Kids von 10-14, Gerth Medien 2000, € 15,95


Und nicht zu vergessen: das Aha! mit seinen Andachtsideen, und natürlich die Andacht des Monats hier auf www.schueler.smd.org!


Bibellesehilfen

„Guter Start“: für Leute zwischen 9 und 12 Jahren; eher für Einsteiger ins Bibellesen; erscheint vierteljährlich
„pur“: Bibelleseplan für Teens zwischen 13-17 Jahren; erscheint vierteljährlich
Beide kann man beziehen beim Bibellesebund: www.bibellesebund.de.

„Bibel für heute“, Brunnen-Verlag: erscheint jedes Jahr neu, bietet viele Hintergrund-Informationen zu den jeweiligen Texten der Tages-Bibellese, für „Tiefschürfer“

Nach oben