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_Bin schon weg – mit Jesus im Ausland

Lange Zeit habe ich es gar nicht bemerkt oder einfach nur gut verdrängt. Dieses unbeschreibliche Gefühl in der Magengegend und die Gedanken, dass Gott mich vielleicht im Ausland gebrauchen könnte. Doch kamen diese Gedanken überhaupt von Gott? Ist man nicht sowieso immer auf der Suche nach etwas Neuem, etwas Aufregendem, etwas Exotischem?

Und kann ich mich denn überhaupt irgendwo sinnvoll einbringen, oder was, wenn es doch nicht so toll wird? Die Zeit der Entscheidungsphase für oder gegen einen Kurzzeiteinsatz war bei mir geprägt von Ungewissheit, Zweifeln und Sorgen über mein Christsein und über meine spätere berufliche Laufbahn. Wiegen sich die Einbußen im zeitlichen "Karriere-Rennen" mit Gleichaltrigen auf?

Zum Glück haben all die Fragen und Zweifel im Gebet ihre Macht verloren, so dass am Ende das Vertrauen auf Gott siegte und ich eine Zeit erleben durfte, die mit zu den schönsten Abschnitte in meinem Leben zählt. Doch bis es soweit war, verstrichen gut 6 Monate. Die meiste Zeit davon sogar parallel zur Diplomarbeit. Erste Kontakt mit dem Missionswerk, konkrete Gespräche mit den Verantwortlichen im Ausland, Vorbereitung in der Gemeinde, Bürokratie im Heimat- und Missionsland, Impfungen, Visum, Aufbau eines Unterstützer- und Gebetsteam, Aussendung und viele, viele andere Dinge kamen auf mich zu. Einiges lief erstaunlich glatt, anderes benötigte viel Gebet, doch am Ende standen alle Lichter, Gott sei Dank, auf grün zur Ausreise. Wichtig dabei war mir immer, nicht zu konkrete Vorstellung bereits im Kopf zu haben, wo es hingehen soll und was ich dort machen werde, sondern Gott die Möglichkeit zu geben, mich an einen Platz zu stellen, wo er mich gebrauchen kann. Rückblickend waren die 7 Monate Kurzzeiteinsatz eine extrem gesegnete Zeit für mich. Ich durfte erleben, wie Gott mich genau zur richtigen Zeit an genau den richtigen Ort beruft, meine Gaben gebraucht und mich unwahrscheinlich beschenken will. Allen, die mit ähnlichen Fragen kämpfen oder Zweifel hegen, sucht das Gespräch mit anderen, hört auf euer Herz und kommt mit euren Sorgen zu dem, der wirklich weiß, was das Beste für uns ist.

Christof S.