_Bin schon weg – mit Jesus im Ausland
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Hans-Markus Haizmann in Curitiba, Brasilien |
Gute Erinnerungen habe ich an meine FSJ-Zeit in Brasilien/ Blumenau. Dort war ich ein Jahr als Lernhelfer bei einer deutschen Missionarsfamilie, die in Brasilien/ Blumenau ein Therapiezentrum für Alkohol- und Drogenkranke leitete.
Ich bin mit Co-Workers International und über die Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) als Träger nach Brasilien gegangen. Letztere führte mit uns Freiwilligen sehr zu empfehlende Vorbereitungs- und Rückkehrerseminare durch und kümmerte sich sowohl um Versicherung, die Finanzverwaltung als auch um die rechtlichen Vorschriften und in meinem Fall um die Anerkennung als Zivildienst. Co- Workers International besorgte das Visum, den Flug und versorgte mich mit geistlich betreuenden Briefen. Das FSJ kann selbstverständlich auch mit anderen Missionswerken durchgeführt werden. Eine Liste sowie weitere Informationen über das FSJ gibt es auf der Homepage der AEM.
Eine andere Möglichkeit sich Informationen zu beschaffen ist der Jugendkongress für Weltmission in Stuttgart, der jedes Jahr Anfang Januar stattfindet. An zahlreichen Ständen präsentieren sich dort Missionsgesellschaften, die junge Leute für Auslandseinsätze suchen. Infos bei Hilfe für Brüder. Da ich damals noch nicht so viele Informationen hatte, bin ich erst im zweiten Anlauf zu „meiner“ Mission gelangt. Nach einer schriftlichen Bewerbung musste ich noch einige Formulare ausfüllen und einen geistlichen Lebenslauf erstellen. Im Anschluss wurde ich zu einem Gespräch eingeladen, wo mir nochmals auf den Zahn gefühlt wurde und es um sowohl persönliche als auch geistliche Themen ging. Da ich kein Wunschland angegeben hatte, wurde mir in den folgenden Wochen eine Einsatzstelle zugewiesen. In der Regel sollte man sich ein Jahr vor dem geplanten FSJ anfangen zu informieren, da dies je nach Land - man kommt die Einreiseformalitäten, Impfungen usw. - sehr viel Zeit in Anspruch nehmen können. Außerdem sollte neben der FSJ- Vorbereitung die Schule in keinem Fall zu kurz kommen.
Mir persönlich hat das Jahr unwahrscheinlich viel gebracht. Einerseits durfte ich eine neue Kultur und Sprache kennen lernen, andererseits bin ich geistlich ein gutes Stück gewachsen. Auch wenn es in den elf Monaten nicht immer leichte Zeiten gab, so waren es gerade diejenigen, wo ich am meisten für mein Leben gelernt habe und gewachsen bin.
Ich kann jeden nur ermutigen ein FSJ im Ausland zu wagen! Man lernt nicht nur sich selber ganz neu kennen, sondern begegnet vor allem dem Herrn Jesus in vielfältiger und einzigartiger Weise.
Hans-Markus Haizmann
Nachdruck aus Aha!






