Generation Facebook
_Zwischen missionarischen Möglichkeiten und Datenklau – ein Überblick
„Ich bin in Facebook, weil meine Freunde auch da sind“, so simpel erklärte es eine Studentin auf einer SMD-Konferenz. Sie setzte nach: „In Facebook hängen viele meiner Kommilitonen rum, die meine Posts und Meinungen zu verschiedenen Themen ganz automatisch mitbekommen. Und so lässt sich auch mal eine Brücke zum Glauben schlagen.“ Interessanterweise haben Facebook und die SMD manches gemeinsam: Sie wurden beide von Studenten gegründet und sollten zu deren Vernetzung dienen.
Facebook macht diese Vernetzung, die bei der SMD nur punktuell sichtbar wird, öffentlich. Grafisch schön gestaltet und mit vielen Fotos oder gar Videos der entsprechenden Personen. Das hat seinen Reiz. Auf der letzten Delegiertenversammlung der Hochschul-SMD stellte sich heraus: bis auf wenige Ausnahmen waren die allermeisten Anwesenden in Facebook angemeldet. Bei Schülern ist es noch krasser: „klassische“ Medien wie E-Mail oder SMS sind out, die Kommunikation läuft fast nur noch über Facebook. Ganz anders bei der Akademiker-SMD, hier besitzen nur wenige einen Facebook-Account. Diese Transparent-Ausgabe ist für beide Gruppen gedacht. Den „digital natives“, die mit dem Internet groß geworden sind, wollen wir mit unseren Artikeln Denkanstöße und Reflexionsfläche bieten. Die andere Gruppe, die sich vorsichtig an das Thema herantastet, wollen wir informieren und dazu ermutigen, sich mit dem Thema weiter auseinanderzusetzen. Denn eins steht fest: Wir erleben derzeit eine Medienrevolution, die Veränderungen auf vielen Gebieten nach sich zieht. Martin Luther hat beim letzten großen Umschwung dieser Art ordentlich mitgemischt und bezeichnete die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern als ein Geschenk Gottes.
Bei den neuen sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder YouTube hängen die Christen heute noch ein wenig hinterher, so scheint es. Als SMD bemühen wir uns, hier am Puls der Zeit zu sein, unsere Hochschulgruppen machen uns da manches vor. Ganz natürlich haben sich in den letzen Semestern die meisten Gruppen eine Facebookpräsenz zugelegt, Videos werden online gestellt und Einladungen digital verbreitet. All das passiert trotz der massiven Datenschutzproblematik. Hinzu tritt die Frage: Muss man wirklich so viel Zeit in diese Medien investieren? Auch dazu finden Sie Beiträge in diesem Heft. Wir wünschen Ihnen gewinnbringendes Lesen!
Christian Enders, Redaktion
Thematische Artikel zum Download:
| Generation facebook _Soziale Netzwerke verändern unser Leben immer mehr. Was heißt das aus christlicher Perspektive? Und wie funktioniert das alles überhaupt? (denken_2_2012.pdf, 488.13 KB) |
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| „Authentisch und vernünftig sein“ _Interview mit Roland Werner über Christen und soziale Netzwerke (glauben_2_2012.pdf, 356.56 KB) |
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| facebook&Co erlebt (erleben_2_2012.pdf, 396.04 KB) |






