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„... und vor allem Gesundheit!“

_Über das scheinbar höchste Gut der Deutschen

 „Ich wünsche dir, dass du all deine Ziele und Träume erreichst, Erfolg im Beruf und vor allem Gesundheit!“ Wer kennt sie nicht, die gutgemeinte Wünsche von Freunden und Verwandten fürs neue Jahr oder zum Geburstag? Erfolg, und damit verbunden Geld und Einfluss, scheint von der Allgemeinheit als wichtiges Ziel im Leben erhoben zu sein. Doch ist Erfolg wirklich alles? Nein, das wäre ja wohl zu materialistisch gedacht, da gibt es noch mehr! Der Zusatz „und vor allem Gesundheit“ zeigt: Vor oder über allem Erfolg im Privaten und im Beruf steht der Mensch, steht seine  Gesundheit.
Christen stimmen darin überein, dass es im Leben nicht nur um materielle Werte geht. Trotzdem mögen sie bei so einem Satz schmunzeln, weil sie wissen, dass Gesundheit nur eine Dimension des Lebens beschreibt. Dass auch ein edler Wunsch wie Gesundheit eben nicht alles ist. Wenn Jesus die Menschen heilte, dann war das mehr, als sie wieder gesund zu machen. Jesus Christus schenkt das Heil – das hat eine spirituelle, ja eine ewige Dimension. Doch heute erwarten immer mehr Menschen das Heil nicht mehr von Gott, sondern vom Arzt – so diagnostiziert es Manfred Lütz, Bestsellerautor und Referent auf unserer Akademikon im Mai. Heute gelte eine Person nur noch dann als gesund, wenn sie nicht ausreichend untersucht worden sei. Lütz plädierte auf dem Christlichen Gesundheitskongress Ende Januar dafür, einen Menschen als gesund anzusehen, der mit seiner Krankheit leben kann.
Das wirft die Frage auf, was das eigentlich heißt, gesund zu sein? Weil das eine Frage ist, die irgendwann jeden betreffen kann, haben wir diesen Themenschwerpunkt gewählt. Und weil es innerhalb der SMD viele gibt, die etwas zu dieser Frage zu sagen haben. Denn es liegt ja auf der Hand, dass auch Christen auf Gesundheit angewiesen sind – und auf das Gesundheitssystem in Deutschland. Dass letzteres ein politisch hochbrisantes Thema ist, spüren wir nicht nur am anhaltenden Streit um Krankenkassenbeiträge. Was Gesundheit ist, wie sie funktioniert und wie man sie am eigenen Leib erfährt, damit beschäftigt sich Holger Petri ab Seite 5 („denken“). Was die Bibel zu all dem sagt, betrachtet Martina Huttenlocher ab Seite 8 („glauben“). Abgerundet wird das Thema von Erfahrungsberichten aus dem Krankenhaus, der Apotheke und einem sehr lesenswerten Bericht von Patrik Will über sein Leben mit einer chronischen Krankheit („erleben“, ab Seite 10).

Christian Enders, Redakteur

Thematische Artikel zum Download:

Download  "... und vor allem Gesundheit"
_Wer und was ist eigentlich gesund? Eine Bestandsaufnahme (1_10_denken.pdf, 221.88 KB)

Download Jesus – ein Fitnessfreak?! Jesus – ein Fitnessfreak?!
_ GEdankenanstöße aus dem Gesundheitsratgeber Bibel (1_10_glauben.pdf, 179.41 KB)

Download persönliche Erfahrungen mit Krankheit persönliche Erfahrungen mit Krankheit
(1_10_erleben.pdf, 97.67 KB)