Mut zur Familie
_Ehe und Kinder in schwierigen Zeiten: Was Christen einzubringen haben
Kaum ein gesellschaftspolitisches Thema hat zuletzt ähnlich viele Schlagzeilen gemacht wie die Familie. Erziehungsgeld, Geschlechterrollen, heimliche Vaterschaftstests, Vereinbarkeit mit dem Beruf, Krippenplätze: Alles (Streit-)Fragen, bei denen es letztlich um Familie geht – um Idealbilder, gedeihliche Rahmenbedingungen und Bedeutung von Familie in einer vom demografischen Wandel geprägten Zeit. Kinder sind wichtig und segensreich, eine familienfreundlichere Politik ist nötig und Mut zur Familie wünschenswert, soweit sind sich alle einig.
Aus christlicher Sicht ist das erfreulich. Sind doch gelingende Beziehungen und ein gesundes Umfeld für Kinder ein Grundanliegen von Christen. Und ein Bereich, in dem sie Substanzielles einzubringen haben – nicht nur auf theoretischer Ebene. Das Institut der deutschen Wirtschaft (Köln) hat kürzlich nachgewiesen: Wer mehrmals die Woche betet, hat im Schnitt 1,9 Kinder, Nichtbeter kommen nur auf 1,3. Ähnlich ist der Unterschied zwischen häufigen und seltenen Gottesdienstbesuchern. Andere Statistiken belegen, dass gläubige Christen sich seltener scheiden lassen und Familienwerten verbundener sind. Davon profitieren letztlich alle. „Allein schon durch ihre Existenz sind christliche Familien gesellschaftlich engagiert“, bringt es der SMD-Vorsitzende und pensionierte Volkswirtschaft-Professor Hermann Sautter auf den Punkt.
Aber Kirche ist keine Insel, von der aus sich gesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen unbeteiligt verfolgen lassen. Das zeigt der „denken“-Artikel von Ulrich Giesekus. Der Therapeut beleuchtet das Ideal der „traditionellen“ Familie, wie es im 20. Jahrhundert entstand, und zeigt, dass bei allem Positiven auch Probleme daraus erwachsen. Die Folgen sind überall zu beobachten – eine Realität, mit der sich christliche Gemeinden befassen müssen. In der Rubrik „glauben“ startet Mathias Lauer eine Expedition zu den biblischen Wurzeln unserer Vorstellung von Familie. Zutage tritt, wie bedeutsam Ehe und Kinder sind – und wie leicht man doch diesen Aspekt des Lebens überhöht. Beispiele aus dem realen Familien- und auch Single-Leben folgen. Am Ende steht sicherlich nicht die Antwort auf alle politischen oder existenziellen Fragen rund ums Thema. Aber hoffentlich eine frische Perspektive auf die eigene Familiensituation und die unserer Mitmenschen. Denn wie auch immer die beschaffen ist: Wenn Gott uns trägt und segnet, können wir Mut zur Familie leben und weitergeben!
Ulrich Pontes
Thematische Artikel zum Download:
| Teil von Gottes Mission _Leben als Grenzg?nger: Interview mit den studikon-Hauptreferenten (16_Interview_Matthias_Clausen_lang.pdf, 41.03 KB) |
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| Familie in der Postmoderne _Ein Fall f?r die Rote Liste bedrohter Arten? Unser Bild von normalen Familien und die neue Un?bersichtlichkeit von Ulrich Giesekus. (2_07_denken.pdf, 387.23 KB) |
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| Spuren des Sch?pfers _Familie im Alten und Neuen Testament - eine biblische Expedition mit Pfarrer Matthias Lauer. (2_07_glauben.pdf, 298.07 KB) |
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| Erfahrungen mit und ohne Familie SMDler berichten von verschiedenen Lebenserfahrungen - als Familie, als Single und als kindersloses Paar. (2_07_erleben.pdf, 134.44 KB) |
Zusätzliches Material:
| Teil von Gottes Mission _Leben als Grenzg?nger: Interview mit den studikon-Hauptreferenten (16_Interview_Matthias_Clausen_lang.pdf, 41.03 KB) |






