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Mission 2.1

_Weltmission im 21. Jahrhundert – Beiträge von der SMD-Herbstkonferenz

Können Sie sich noch daran erinnern? In den Anfängen des PC-Zeitalters hieß es auf einmal „Windows 3.1“. Eine Version des Systems, die sich erfolgreich durchsetzen konnte. Die Zahl hinter dem Punkt machte deutlich: Hier kommt etwas Neues. „Mission 2.1“, so benannten wir unsere Herbstkonferenz in diesem Oktober. Die Anlehnung an das  Computerjargon soll deutlich machen: im 21. Jahrhundert sieht Mission anders aus, als vor 20, 50 oder 100 Jahren – auch hier kommt etwas Neues!

Die Zentren der Christenheit haben sich verschoben, die weltweite Kirche hat heute Stationen in den meisten Ländern der Erde. Ein Missionar muss heute nur noch selten Pionierarbeit leisten, vielmehr kann er das Netzwerk der weltweiten Kirche nutzen und unterstützen. In vielen Teilen unseres Planeten wächst das Christentum, vor allem in Afrika und Asien. Strömten vor einhundert Jahren die Missionare vom Westen her in ferne Länder, schicken diese Länder heute ihrerseits Missionare ins entkirchlichte Europa –  „mission reverse“ nennen das Theologen. Hinzu kommt: Weltmission spielt sich schon lange vor unserer eigenen Haustür ab. Die Welt in Deutschland – das war eben nicht nur bei der Fußball-WM 2006 so, wie es auch die aktuelle Debatte um Integration zeigt. (Welt-)mission ist daher nicht nur die Aufgabe eines Berufenen, der die Heimat hinter sich lässt und in Entwicklungsländer geht. Sie ist Aufgabe jeder einzelnen Kirchengemeinde im Land. Nicht als besondere evangelistische Veranstaltung einmal im Jahr, sondern immanent im alltäglichen Wirken der Gemeinde. Auf der Herbstkonferenz hörten wir dazu prägnante Sätze einer Studie der Anglikanischen Kirche: „Nicht die Kirche Gottes hat eine Mission in der Welt, sondern der Gott der Mission hat eine Kirche in der Welt.“

Wie in jedem Jahr haben wir für Sie die wichtigsten Beiträge der Heko in diesem Heft dokumentiert. Die vollständigen Fassungen finden Sie übrigens als Audio-Download auf unserer Internetseite. Ein Highlight auf der Heko war die Präsentation der Studie „Wie finden Erwachsene zum Glauben“ der Uni Greifswald. Die Kernthesen finden Sie ebenfalls in diesem Heft. Wir blicken dankbar auf die vielen Impulse und Begegnungen auf der Herbstkonferenz zurück. Dem Jahresende allerdings schauen wir in finanzieller Hinsicht mit leichter Sorge entgegen. Lesen Sie hierzu den Finanzbericht auf Seite 23.

Christian Enders, Redakteur

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