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Hoffnung gestaltet Leben

_„Ich glaube an Christus und daran, dass Christen diese Welt verändern können.“ Heinrich Böll.

Dieser Satz ist Ermutigung und Provokation. Wenn wir uns umschauen, erleben wir eher einen Relevanzverlust der Christen inmitten einer Kultur, die unaufhörlich globale Gefahren und Bedrohungen produziert, sie aber nicht meistert. Der Einzelne fühlt sich ohnmächtig und resigniert; dabei ist die allgemeine Politikverdrossenheit der Ausdruck von Hoffnungslosigkeit, etwas bewegen zu können.
Welche Bedeutung haben in diesem Klima Christen, die „eine lebendige Hoffnung haben“ (1. Petr 1,3)?

Sicher liegt in der Hoffnung die Gefahr, dass sie von der Gegenwart ablenkt und zu Enttäuschung führt. Ein altes Sprichwort sagt: „Hoffen und Harren macht manchen zum Narren“. Aber auch eine enttäuschte einzelne Hoffnung macht ein weiteres Hoffen nicht sinnlos.

Das Studium der Bibel und die Erfahrungen vorangegangener Generationen geben uns Hoffnungszeichen. Es gilt, ein neues Sehen einzuüben und den Blick nicht darauf zu heften, was uns als bedrohlich, beängstigend, entmutigend entgegenkommt. Sondern die kleinen Zeichen der Gegenwart Gottes beachten, die sich auch in unserem Land, unserer Umgebung, ja selbst im Alltag zeigen.

Wolfgang Vorländer beschreibt in seinem Buch „Gelebte Hoffnung“ dieses neue Sehen als eine Reise durch die Geschichte hin zum „geöffneten Grab des Herrn der Weltgeschichte“, bleibt dabei aber nicht stehen. „Darum geht die Reise nun doch nicht in ferne Zeiten oder Welten, sondern schnurstracks ins Heute, das mitten in allen Widersprüchen und Rätseln schon umgeben ist vom Sieg. Wenn die Weltgeschichte am Ostermorgen ihren Herrn gefunden hat und das Reich Gottes sich schon sehen ließ, dann hat sich im morschen Gebälk der Welt die Zukunft eingenistet.“
 
Das Zitat von Heinrich Böll finden Sie, als Plakat gestaltet, auf den Innenseiten dieser transparent-Ausgabe wieder. Wie wäre es, wenn dieser Satz an Wohnheimtüren, Büros und in Küchen hängen würde und zum Gespräch einlädt?
Wir werden sicher spannende Erfahrungen machen.

Ute Dumke

Thematische Artikel zum Download:

Download Was wir hoffen dürfen Was wir hoffen dürfen
_Zukunftserwartungen von Augustinaus bis Moltmann von Dr. habil. Peter Zimmerling (2_2003_Hoffnung_Zimmerlig.doc, 77 KB)

Download Wider die Resignation Wider die Resignation
_Bibelarbeit zu Nehemia 2 von Werner Baderschneider (2_03_Bibelarbeit_Baderschneider.doc, 73 KB)

Download Hoffnung Hoffnung
_Hoffnung trotz Widerständen (2_03_Spots_Hoffnung.doc, 67 KB)