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SMD-transparent 2_2004
Sinn und Wert der Arbeit
_Von gesellschaftlichen Zwängen und zu selten gestellten Lebensfragen
Kaum ein Thema bestimmt unser Leben in ähnlichem Umfang wie die Arbeit – daran hat sich auch in der Freizeitgesellschaft qualitativ nichts geändert. Die meisten Erwachsenen dürften nur im Schlaf ähnlich viele Stunden verbringen wie beim Arbeiten. Aber auch über die Zeitplanung hinaus ist die Arbeit extrem bedeutsam: Sie entscheidet über unseren Lebensstandard, unseren sozialen Status und mitunter über die Familienplanung, sie prägt unser Selbstwertgefühl, womöglich gar unseren Gesundheitszustand – und gibt viel Gesprächsstoff für die Freizeit.
Wie wichtig die Arbeit für uns ist, wird deutlich, wenn sie verloren geht: Arbeitslosigkeit hat oft gravierende psychische, soziale und wirtschaftliche Konsequenzen. Andererseits ist natürlich Arbeit nicht identisch mit Erwerbstätigkeit: Schule, Ehrenamt, Haushalt, Kinder – vieles im Leben bedeutet Arbeit, ob sie nun lohnend oder frustrierend erscheint, freiwillig oder gezwungenermaßen verrichtet wird, der Gesellschaft oder einem selbst zugute kommt.
So vielgestaltig Arbeit sein kann, so komplex ist die Frage nach ihrem Sinn und Wert. Diese transparent-Ausgabe kann und will deshalb keine systematische Abhandlung liefern, sondern einige Wege aufzeigen. Wege, die sich von unterschiedlichen Seiten dem Thema nähern, sich dabei aber immer auf biblischer Grundlage bewegen. In der Rubrik „denken“ durchleuchtet Johannes Czwalina die Zwänge des Marktes. Er tut dies als Berater, der seine Dienste normalerweise Führungskräften aus säkularen Betrieben zur Verfügung stellt, und macht damit indirekt deutlich: Wir Christen haben – jenseits frommer Rhetorik – viel Sachlich-Substanzielles in eine Diskussion einzubringen, die jeden betrifft!
Was bringt meine Arbeit wirklich? Sich dieser Frage zu stellen, ist ebenso unerlässlich wie unbequem. Man muss sich aus dem Strom alltäglicher Erfordernisse befreien, das Große Ganze in den Blick nehmen – und einen ernüchternden Befund riskieren. Biblisches Vorbild für solch radikales Fragen ist Kohelet. Was wir von diesem Buch lernen können, untersucht Johannes Zimmermann in der Rubrik „glauben“. In „erleben“ schließlich reflektieren SMDler ihre persönliche Situation – vielleicht eine Anregung, selbst neu über Sinn und Wert der Arbeit nachzudenken und ins Gespräch zu kommen?
Ulrich Pontes
Thematische Artikel zum Download:
| Leben, um zu arbeiten _Wie der Markt unser Konzept von Sinn und Selbstwert zu dominieren droht - und was wir dagegensetzen können. Von Johannes Czwalina (2_04_denken_Czwalina.pdf, 135.22 KB) |
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| Viel Mühe um nichts? _Über Erkenntnis, Gottesfurcht und Dankbarkeit: Bibelarbeit zu Kohelet von Dr. Johannes Zimmermann (2_04_glauben_Zimmermann.pdf, 122.03 KB) |
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| Im Alltag erlebt _Den Alltag mit und ohne Arbeit bewältigen (2_04_erleben.pdf, 130.54 KB) |






