Aktuelle Ausgabe: SMD-transparent 2_2006
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Bildung
_Lernen, wissen, können und handeln im Horizont des christlichen Glaubens
Pisa-Test und Bologna-Prozess, resignierende Lehrer und finanzschwache Universitäten: Bildung ist in aller Munde. Politiker haben die Wissensgesellschaft ausgerufen, Wirtschaftsvertreter entsprechende Anforderungen formuliert, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu retten. Bücher über Bildung (etwa mit dem bescheidenen Untertitel „Alles, was man wissen muss“) sind zu Bestsellern geworden. Für die SMD ist die Bildungswelt sowieso ihre Welt, in der sie sich bewegt: ihr Umfeld sind Schule, Hochschule und die Bildungselite der Berufstätigen, die Akademiker. Woher kommt die Brisanz des Themas? Und was motiviert zu dem Aufwand, den Bildung bedeutet? Oft kreist die Diskussion um wirtschaftliche Verwertbarkeit – ob öffentlich, Stichwort „Tauglichkeit für den Arbeitsmarkt“ und „Wissensgesellschaft“, oder privat, wenn die Chancen auf einen ordentlich bezahlten Arbeitsplatz zum zentralen Motiv aller (Aus-)Bildungsanstrengungen werden. Aber hinter Bildung steckt natürlich mehr. Umfassend formuliert es eine EKD-Denkschrift zum Thema: „Bildung meint den Zusammenhang von Lernen, Wissen, Können, Wertbewusstsein und Handeln im Horizont sinnstiftender Lebensdeutungen.“ („Maße des Menschlichen“, www.ekd.de/EKD-Texte/44595.html) Es geht um mehr als bloßes Wissen und berufsrelevantes Können – es geht um Orientierung, um gelingende Bewältigung des Lebens. Entscheidend ist der Hinweis auf den „Horizont“. Er liefert Begründung und Maßstäbe für Bildung und schützt vor Selbstüberschätzung, jedenfalls in christlicher Lesart: Die Furcht des Herrn – und nicht etwa Lesen können oder das kleine Einmaleins! – ist der Weisheit Anfang (Spr 1,7); all unser Wissen ist Stückwerk, das einmal aufhören wird (1Ko 13,9f.).Die Beziehungen zwischen christlichem Glauben und Bildung gehen aber noch weiter: Hängt (christliche) Bildung nicht ganz eng mit (christlicher) Mission zusammen? Denn was ist das Nahebringen des Glaubens letztlich anderes als eine – ganzheitlich verstandene – Bildungsaufgabe? Und könnte alle Bildungsarbeit – angefangen bei Lesen und Einmaleins – letztlich eine tiefere, wichtigere Perspektive haben, als Menschen in Kontakt mit ihrem Schöpfer zu bringen, um so ihre Füße auf weiten Raum und gleichzeitig tragfähigen Grund zu stellen? Fragen, mit denen wir uns schon mitten im Thema dieser transparent-Ausgabe befinden.
Ulrich Pontes
| Wozu Bildung? _Glücksbringer und Standortvorteil, Kostenfaktor und Geschenk: Bildung zwischen Verzweckung und Teilhabe an Gottes Offenbarung (2_06_denken_Kummer.pdf, 497.52 KB) |
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| Wissen, um gewiss werden zu können _Die Situation Israels vor dem Einzug ins gelobte Land und unsere Bildungsfragen heute - in einer Bibelarbeit über 5. Mose 6. (2_06_glauben_G_ckle.pdf, 84.3 KB) |
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| Akademisch und biblisch _Ein Maschinenbauingenieur bildet sich per Fernstudium theologisch weiter und in Berlin startete das "Projekt Daniel". (2_06_erleben_1.pdf, 149.07 KB) |
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| Bildung mit Bibel _Erfahrungen mit einem Kurs für Kultur-Studierende in Deutschland und einem Studiengang zur Bibelübersetzung in Afrika (2_06_erleben_2.pdf, 130.03 KB) |






