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Christsein im globalen Dorf


_Veränderte Rahmenbedingungen für Gottes weltweites Projekt

Der Medientheoretiker Marshall McLuhan untersuchte schon 1962 das „global village“, das globale Dorf – eine Welt, die dank elektronischer Medien eng zusammenrückt, nachdem sie zu Zeiten des Buchdrucks noch wie eine riesige „Gutenberg galaxy“ (so heißt McLuhans Werk) wirkte. Heute sind neben der elektronischen Kommunikation auch massenhafter Flugverkehr, weltweit agierende Konzerne und internationale Berufsbiografien zur Selbstverständlichkeit geworden. Viele von uns leben in globalen Zusammenhängen, ob sie nun viel in der Welt unterwegs sind oder nicht.

Verbundenheit über alle geografischen Grenzen hinweg – für Christen ist das einerseits fast ein alter Hut, ist doch die Verkündigung des Reiches Gottes seit knapp 2000 Jahren ein Projekt, das bis an die Enden der Erde zielt. Andererseits bestimmt die neue Globalität immer mehr das konkrete Leben – das gilt für Christen wie für alle anderen, und für Studierende und Akademiker in besonderem Maße.

Zeitgleich mit der Globalisierung erleben wir noch ein zweites Phänomen: Ein enormes Wachstum der christlichen (speziell der evangelikalen und charismatischen) Kirchen in Lateinamerika, Asien und Afrika. Das Verhältnis von Entwicklungs- und entwickelten Ländern steht, geistlich gesehen, allmählich Kopf. Wo man lange Zeit von Europa aus große, vom Evangelium weitgehend unerreichte Weltregionen ausmachen konnte, ist heute „die Glaubenskraft und Unbekümmertheit afrikanischer Glaubensgeschwister in den Blick gerückt, der Eifer koreanischer, die Fröhlichkeit indonesischer und die Selbstdisziplin chinesischer Christen“, wie Hermann Sautter zur Eröffnung der SMD-Herbstkonferenz bemerkte.

Die Heko fragte, was dieses veränderte Panorama für uns Christen in Deutschland bedeutet: Welche Chancen und welche Herausforderungen bringt das Christsein im globalen Dorf mit sich? Wie werden uns Erfahrungen von anderswo zur Inspiration, und was haben wir Christen aus dem oft als „postchristlich“ titulierten Westeuropa noch in Gottes globales Projekt einzubringen? Femi Adeleye, Afrikaner mit viel Einblick in die weltweite Entwicklung, lieferte bei der Heko viel Stoff zum Staunen und gute Gründe, sich in von Gott in Bewegung setzen zu lassen – damit das globale Dorf nicht nur wirtschaftlich und infrastrukturell, sondern viel tiefergehend zusammenwächst und gedeiht. Impulse, die diese transparent-Ausgabe aufgreift.

Ulrich Pontes

Thematische Artikel zum Download:

Download Ein globaler Gott und seine Pläne Ein globaler Gott und seine Pläne
_Christsein weltweit - Entwicklungen, die herausfordern (4_06_denken_Femi_Adeleye.pdf, 599.83 KB)

Download  "... denn die Liebe Christi drängt uns"
_Christsein weltweit - Bibelarbeit über 2. Korinther 5, 11-20 (4_06_glauben_Femi_Adeleye.pdf, 297.14 KB)

Download Wo kein Missionar hinkommt Wo kein Missionar hinkommt
_Wie "normale" Berufstätige im Ausland Gemeinde (mit-)bauen können (4_06_erleben1.pdf, 82.95 KB)

Download Glaube im Dienstgepäck Glaube im Dienstgepäck
_Christsein weltweit konkret: Erfahrungen und Tipps von Akademikern (4_06_erleben2.pdf, 71.38 KB)

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