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Pressemitteilung vom 11.10.2005

"Wie viel von Gottes Geld brauche ich für mich?"

Nicht auf eigene Bedürfnisse konzentrieren: SMD-Herbstkonferenz fragte nach richtigem christlichen Umgang mit Geld und Besitz

Marburg. Statt sich von der Sorge ums eigene Wohlergehen gefangen nehmen zu lassen, dürfen Christen ihr Vertrauen auf Gott setzen. "Jesus lädt uns ein zum Glauben an einen großen Gott, der alle unsere Bedürfnisse kennt", ermutigte Pfarrer Gernot Spies vergangenen Sonntag in der Evangeliumshalle in Marburg-Wehrda die über 400 Besucher des Schlussgottesdienstes der Herbstkonferenz der SMD, eines Netzwerks von Christen in Schule, Hochschule und Beruf (Studentenmission in Deutschland).
"Wie komme ich auf meine Kosten" - Fragen wie diese könnten leicht eine zerstörerische Eigendynamik entfalten und zu Neid und Habgier führen, warnte Spies. Deswegen habe Jesus die Menschen dazu aufgerufen, ihr Herz nicht an vergänglichen Besitz, sondern an Gott zu binden. Erfahrungen vieler Christen zeigten, dass sich das lohne: "Oft wird reich beschenkt, wer sich mit seinem Hab und Gut Gott zur Verfügung stellt", erklärte Spies, der als Generalsekretär die SMD leitet. Dies zeigten auch die Erfahrungen der zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter der SMD.

Zu der dreitägigen Konferenz unter dem Motto "Geld oder Leben?" waren Teilnehmer aus ganz Deutschland gekommen, um sich mit der Frage zu beschäftigen, welche Maßstäbe die Bibel für verantwortungsvolles Wirtschaften setzt. Dabei wurde deutlich, dass die Bibel Besitz und Ökonomie nicht ablehnt und auch keine starren Regeln aufstellt. Vielmehr geht es um eine Herzenshaltung, die sich - aus tiefer Freude über Gottes liebevolle Zuwendung - ihrerseits Gott und anderen Menschen zuwendet. Die Treue, Ehrlichkeit und Verantwortung an erste Stelle setzt, nicht Gewinn und persönlichen Aufstieg. Und die weiß, wem alle irdischen Güter zu verdanken sind. So erklärte ein Referent im Hinblick auf das Spenden, dass die Frage "Wie viel von meinem Geld muss ich geben" falsch gestellt sei. Ein Christ sollte normalerweise fragen: "Wie viel von Gottes Geld brauche ich wirklich für mich?"

Am Samstagabend wurden den Teilnehmern aktuelle Entwicklungen aus der SMD präsentiert. So wird Ostern 2006 ein großer Schüler-Kongress in Bochum stattfinden, und 2007 plant die SMD erstmalig einen Akademiker-Kongress, bei dem studierte Menschen ermutigt werden sollen, Berufsalltag, ethische Herausforderungen und christlichen Glauben miteinander in Bezug zu bringen. Zwei Kollekten, die während des Wochenendes für die SMD und ihre weltweite Dachorganisation gesammelt wurden, ergaben zusammen gut 24.000 Euro.

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Christian Enders
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