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Pressemitteilung vom 12.10.2009

Brutales Kreuz ist Zeichen der Liebe Gottes

Studentenmission feierte am Wochenende 60-jähriges Bestehen

Marburg. Unter dem Motto „aufkreuzen!“ trafen sich am Wochenende (9.-11. Oktober) rund 600 christliche Studierende und Akademiker aus ganz Deutschland in Marburg, um den 60. Geburtstag des Netzwerks von Christen in Schule, Hochschule und Beruf (SMD) zu feiern. Das Motto „aufkreuzen!“ verstand sich nicht nur im Vorfeld als Einladung an die Teilnehmer, sondern wies zugleich auf das Thema der Konferenz hin: das Kreuz von Christus. Dass ein gewisser Jesus von Nazareth gelebt hat und um das Jahr 30 am Kreuz hingerichtet wurde, sei eine historische Tatsache, so Hans-Joachim Eckstein, Professor für Neues Testament (Tübingen). Doch dies allein sei nicht weiter interessant, „wenn wir es am Kreuz nicht mit dem Sohn Gottes zu tun hätten“ und seine Auferstehung von den Toten darauf folgte. Das Kreuz als brutale Hinrichtungsmethode der Antike werde so zum Zeichen der Liebe Gottes. „Weil Gott jeden Menschen vollkommen liebt, musste Christus sterben“, so der Theologieprofessor.

Dass für diese Glaubensüberzeugung viele Studierende weltweit im Gefängnis sitzen, betonte der zweite Hauptreferent des Wochenendes, Dr. Daniel Bourdanné (Oxford/Großbritannien). Der aus Afrika stammende Generalsekretär des internationalen Dachverbandes der 152 nationalen Studentenmissionen hat die Verfolgung von Christen selbst erlebt. In diesen schwierigen Situationen sei es gerade die Botschaft vom Kreuz, die den Verfolgten Durchhaltekraft und Hoffnung gibt. Doch nicht nur in schwierigen Zeiten habe der Glaube seinen Platz, er gehöre vielmehr in den Alltag der Menschen, der für viele Konferenzteilnehmer die Universität ist. Der Althistoriker Dr. Jürgen Spieß (Marburg) erläuterte, warum viele Wissenschaftler an Gott glaubten und wie sie Glaube und Wissenschaft miteinander in Einklang brächten.

In Nachmittagsseminaren gab es die Gelegenheit, Fragen rund um die Kreuzestheologie und den praktischen Glauben im Alltag vertiefend zu diskutieren. Im Abschlussgottesdienst am Sonntag sprach Pfarrer Gernot Spies (SMD-Generalsekretär) über den Mut und Kraft der ersten Christen, für ihre Überzeugung der Auferstehung von Christus einzutreten.

Das Netzwerk von Christen in Schule, Hochschule und Beruf wurde 1949 als „Studentenmission in Deutschland“ (SMD) gegründet und hat seinen Sitz in Marburg. Das Netzwerk hat das Ziel, zu einem glaubwürdigen, intellektuell verantworteten Christsein zu motivieren. Es ist Mitglied im Diakonischen Werk der EKD, finanziert sich aus Spenden und arbeitet überkonfessionell auf der Basis der Evangelischen Allianz. Zur SMD zählen rund 800 Schülerbibelkreise in ganz Deutschland, Hochschulgruppen in 72 Städten sowie 30 Regional- und Fachgruppen von Akademikern. Marburg ist seit fast 60 Jahren Veranstaltungsort der SMD-Herbstkonferenz.

12.10.2009,   ca. 2740 Zeichen




Ansprechpartner für Medienvertreter:

Christian Enders
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