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Die Macht der Geschichten – Narrativität in Kultur, Gesellschaft und Glauben

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© Sandra Frick

Fachtagung Geisteswissenschaften 2019

15.02.2019 bis 17.02.2019

Fachtagung Geisteswissenschaften 2019

Thema: Die Macht der Geschichten – Narrativität in Kultur, Gesellschaft und Glauben

Ort: Marburg

Geistes- und Kulturwissenschaften Tagungen Akademiker-SMD

Menschen erzählen Geschichten – in Romanen und Filmen, in der Politik, in der Kunst und nicht zuletzt in der Bibel, aber auch beim Kaffeeklatsch und am Abendbrottisch. Geschichten stiften Sinn und geben Orientierung. Narrativität ist ein Grundbestandteil von Kultur und deshalb von besonderem Interesse für die Geistes- und Kulturwissenschaften.

Gemeinsam mit dem Schriftsteller Titus Müller fragen wir: Was macht das Wesen von Geschichten aus? Wie prägen sie unser Leben, Denken und Glauben? Wir betrachten das Phänomen Narrativität aus der Perspektive unterschiedlicher Fachrichtungen und schärfen dabei unseren Blick für das Verhältnis von Geisteswissenschaft und Glaube, von Christsein und Kulturbetrieb. Darüber hinaus kommen auch Kulturgenießer auf ihre Kosten.

Auf Interessierte aller Fachrichtungen freut sich das Team der Fachgruppe: Holger Becker, Restaurator im Landesmuseum Bonn; Thomas Drumm, Leiter der Akademiker-SMD; Niklas Henning, Student der Ev. Theologie; Cristina Sasse, Doktorandin der Geschichte; Nadine Walter, Studentin der Amerikanistik.

Flyer zum Download

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Bericht von der Tagung

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." – Einem Tagungsbericht ein Zitat von Hermann Hesse voranzu-stellen, scheint irgendwie passend für die Fachgruppe Geistes- und Kulturwissenschaften. Doch stand nach langer Pause über der ersten Tagung zum Thema Narrativität in Kultur, Gesellschaft und Glauben erst einmal ein großes Fragezeichen: Passt das Thema? Wie wird die Resonanz sein? Die drei Mitarbeiter um die Fachgruppensprecherin Cristina Sasse waren sich lediglich in einem Punkt sicher: Mit Titus Müller, Autor historischer Romane, Publizist und Historiker, einen idealen Referenten gefunden zu haben.
Schließlich erlebten rund 30 Teilnehmer im Marburger Haus Sonneck eine gesegnete Zeit mit einem sehr präsenten, sympathisch ehrlichen Titus Müller. In Interviews und Referat gelang es ihm, von psychologischen Aspekten des Erzählens bis zur Frage, was eine "gute" Geschichte ausmacht, einen breiten Bogen zu spannen. Eine Lesung war natürlich inbegriffen. Vier Workshops erweiterten das Thema um die Aspekte wissenschaftliche, politische, geistliche und objektbezogene Narrative. In der Predigt über 4. Mose 13 spiegelt Josuas Haltung angesichts der bevorstehenden Einnahme des gelobten Landes unser abschließendes Fazit. Mit Hermann Hesse klingt das so: "Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten …". Ein gelungener Anfang, der Lust auf die weitere Arbeit der Fachgruppe macht.
Holger Becker, Bergisch Gladbach