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Material

Mach mal Pause

Mach mal Pause. Erfrischende Inputs für deinen Schulalltag. Der Andachtspodcast der Schüler-SMD. Zum Selberhören oder als Ideenbörse für Inputs in eurer Schülergruppe.

Den Input anhören kannst du dir auch als Podcast "Mach mal Pause" bei Spotify.

Immer ein offenes Ohr

Zielgedanke

Jesus hat immer ein offenes Ohr für uns. Unsere Probleme sind weder zu klein noch zu unbedeutend für ihn, er hört uns zu, versteht uns und unterstützt uns mit dem, was wir gerade brauchen.

Bibelstelle

Markus 10,13-16

Input

Warst du schon mal beim Vertrauenslehrer? Warst du dort freiwillig? Ging es dir selbst nicht gut oder hast du jemanden begleitet? Wie hast du dich gefühlt? Hattest du ein ungutes Gefühl in der Magengegend oder war es überhaupt kein Problem für dich? Vertrauenslehrkräfte gibt es an jeder Schule. Es sind Lehrerinnen und Lehrer, die nicht nur ihre Fächer unterrichten, sondern darüber hinaus unter besonderer Schweigepflicht stehen und für alle Sorgen und Probleme ihrer Schülerinnen und Schüler da sind. Auch ich war schon ein paarmal bei unseren Vertrauenslehrern. Entweder um eine Sache zu besprechen, die die ganze Klasse betroffen hat oder aber um über ein persönliches Problem zu sprechen, das mich gerade belastet.

Aber nicht immer hat das sofort geklappt. Da war die Tür zum Vertrauenslehrerzimmer verschlossen. Kennst du so Tage, an denen der Aufgabenberg stetig wächst und du gar nicht mehr weißt, was du als Erstes erledigen sollst? Genau in dieser Situation befinden sich unsere Vertrauenslehrer und -lehrerinnen auch immer wieder. Viele Schulaufgaben sind zu korrigieren und gleichzeitig muss der Unterricht für die nächsten Tage vorbereitet werden. Da kann es dann schon mal passieren, dass es untergeht, sich nach dem Wohlbefinden einzelner Schülerinnen und Schüler zu erkundigen oder dass man auf einen anderen Tag vertröstet wird, wenn man das Gespräch mit ihnen sucht.

Manchmal brauchen wir aber von jetzt auf gleich jemanden, der uns zuhört und der sich unbegrenzt Zeit für uns nimmt. Wäre es also nicht mega cool, wenn es da jemanden gäbe, der sich genau für uns und unsere Probleme unbegrenzt und wirklich immer sofort Zeit nimmt? Wenn wir in die Bibel schauen, finden wir jemanden, der genau das tut. Lest doch einmal die kurze Geschichte in Markus 10, 13-16. (Lest die Geschichte gemeinsam.)

Die Geschichte zeigt uns sehr deutlich, wer sich immer Zeit für uns nimmt: Jesus.

Jesus war meistens ziemlich beschäftigt. Er zog mit seinen Jüngern und noch hunderten anderen Menschen quer durch Galiläa und vollbrachte auf diesen Reisen viele Wunder. Ständig wollte jemand etwas von ihm und in dieser konkreten Situation versuchen die Jünger ihm etwas Ruhe zu verschaffen, indem sie die Kinder wegschicken.

Manchmal kommt es mir vor, als wäre die Welt ein bisschen wie die Jünger in dieser Situation. Wir leben in einer Gesellschaft, die uns oft einredet, dass wir alles alleine schaffen müssen. Und ich kenne die Gedanken gut, die mir einflüstern: „Sicher, dass Jesus gerade nichts Besseres zu tun hat, als sich mit dir zu beschäftigen und dir zuzuhören?“ Jesus reagiert in dieser Situation auf, wie ich finde, eine sehr besondere Art und Weise. Er widerspricht den Jüngern vehement und vertröstet die Kinder nicht etwa auf später. Er nimmt sich ganz bewusst Zeit für sie. Trotz der Hektik um ihn herum. Er hört ihnen zu und verbringt Zeit mit ihnen. Er schließt sie in seine schützenden Arme und segnet sie, bevor sie wieder zurück in ihren normalen Alltag gehen.

Ich fühle mich auch oft wie ein kleines, unscheinbares Kind. Jemand, der keinen Rang und Namen in dieser Welt hat und deshalb auch nicht immer im Mittelpunkt steht, sondern eher in der Masse mitschwimmt. Wenn ich schaue, was gerade in der Welt los ist, dann scheinen meine Probleme so klein und unbedeutend. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Jesus gerade viel zu beschäftigt mit alledem ist, als dass er wirklich noch Interesse an meinem kleinen Problemchen hat. Ich frage mich, ob es nicht gerade Wichtigeres gibt als meine Frage danach, was ich denn nächstes Jahr, nach meinem Abschluss machen soll oder meine Sorge, bestehende Freundschaften nach Schule nicht mehr aufrecht erhalten zu können.

Aber durch diese Geschichte wurde mir wieder neu bewusst, dass es Jesus egal ist, wie alt oder wie erfahren ich bin. Ihm ist es egal wie groß, klein oder schwerwiegend meine Probleme und Sorgen im ersten Moment erscheinen mögen. Er nimmt sich in jeder Situation ganz bewusst Zeit für mich, wenn ich es gerade brauche. Jesus interessiert es, wie es mir geht. Er will mich in seine Arme schließen, wie die Kinder in der Geschichte und spricht mir zu, dass er mich hört und ich für ihn ein kostbares Kind bin, für das er Partei ergreift und einsteht.

Jesus ist der beste Vertrauenslehrer auf dieser Welt. Er kennt uns durch und durch. Er setzt sich neben uns, hört uns zu und leidet mit uns in all unseren Problemen und Sorgen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Jesus für uns einsteht und sich Zeit für uns nimmt, egal was sonst gerade so um uns herum in der Welt passiert. Seine Tür steht immer offen für dich, egal zu welcher Zeit, egal mit welchem Anliegen du kommst und egal wie lange das Gespräch dauert.

Think & Talk

  • Wann gab es Situationen in deinem Leben, in denen du eine Vertrauenslehrkraft gebraucht hast bzw. gebraucht hättest? Falls ja, möchtest du davon erzählen?
  • Kannst du nachvollziehen, dass sich eigene Probleme manchmal zu klein dafür anfühlen, damit zu Jesus zu gehen? Wie geht es dir mit dem Gedanken?
  • Wie kann ich lernen, mir für meine Mitschüler und Mitschülerinnen genauso Zeit zu nehmen, wie Jesus es bei mir tut?

Kerstin Landstorfer

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