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Andacht des Monats: Gott hört dein Gebet

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Vincent Guth@unsplash.com

Zielgedanke

Du kannst jederzeit zu Gott kommen und mit ihm reden. Er wird dir helfen!

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Taschenlampe

Einstieg

Verwende die Taschenlampe, um ein SOS-Signal abzusenden. Lass sie dafür dreimal kurz, dreimal lang und wieder dreimal kurz aufleuchten (xxx - - - xxx). Frage in die Runde, ob jemand dieses Signal erkennt und in was für einer Situation es verwendet wird (In einer Notlage, in der dringend Hilfe benötigt wird. Man versucht andere Menschen zu erreichen und auf das Problem aufmerksam zu machen.).

Ich habe einen Psalm mitgebracht, in dem der Autor wahrscheinlich in so einer richtig blöden Lage war.

Bibelstelle

Psalm 130, 1-8 (vorlesen oder vorlesen lassen):

1 Aus der Tiefe meiner Not schreie ich zu dir.
2 Herr, höre mich doch! Sei nicht taub für meinen Hilferuf!
3 Wenn du Vergehen anrechnen wolltest, Herr, wer könnte vor dir bestehen?
4 Aber bei dir finden wir Vergebung, damit wir dich ehren und dir gehorchen.
5 Ich setze meine ganze Hoffnung auf den Herrn, ich warte auf sein helfendes Wort.
6 Ich sehne mich nach dem Herrn mehr als ein Wächter nach dem Morgengrauen, mehr als ein Wächter sich nach dem Morgen sehnt.
7 Volk Israel, hoffe auf den Herrn! Denn er ist gut zu uns und immer bereit, uns zu retten.
8 Ja, er wird Israel retten von aller Schuld!"

Hauptteil

Der Schreiber dieses Psalms (David) hat offensichtlich Schwierigkeiten. Was genau, wissen wir nicht. Aber ihm geht es richtig schlecht. Es klingt so, als ob er in einer richtigen Depri-Phase wäre und keinen Ausweg mehr sieht. Vielleicht geht es dir momentan auch so? Eine schlechte Zensur geschrieben, Streit, du bist krank, aus irgendeinem Grund verzweifelt? David hat auch noch ein anderes Problem. Er weiß, dass er Fehler gemacht hat. Dass er nicht so gelebt hat, wie Gott es wollte. Dass sich etwa zwischen ihn und Gott geschoben hat, die Bibel nennt das Sünde.

Interessant ist, wie David auf diese Situation reagiert. Er wendet sich an Gott. Er betet. Er sendet sozusagen sein SOS an Gott. Er spricht seine Probleme offen vor ihm aus. Warum? Aus zwei Gründen:

  1. Gott schenkt Vergebung (V. 4): Im Neuen Testament (1. Johannes 1,9) heißt es: "Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er unsere Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit". Gott ist nicht nachtragend. Er vergibt gerne. Dafür ist Jesus schließlich am Kreuz gestorben.
  2. Gott "ist gut zu uns und immer bereit, uns zu retten" (V. 7): Es gibt kein Problem, was für Gott nicht zu groß wäre. Nichts, was er nicht lösen und wieder in Ordnung bringen könnte.

Es gibt aber trotzdem etwas, was wir tun müssen. Wir müssen zu Gott kommen. Gott zwingt sich uns nicht auf. Wenn wir ihn nicht bitten, in unserem Leben einzugreifen, dann hält er sich raus. David hat zu Gott gebetet, und er hat gemerkt, dass Gott hilft. Jesus sagte mal: "Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan." (Matthäus 7, 7-8). Das ist das Beste, was wir tun können. Mit all den persönlichen Sorgen und Problemen, die wir haben, können wir zu Gott kommen. Er wartet schon darauf, uns zu helfen. Und wir können darauf vertrauen, dass er seine Versprechen, die er uns in der Bibel mitteilt, auch einlöst.

Abschluss

Betet zusammen. Entweder in einer Gebetsgemeinschaft oder jeder im Stillen für sich alleine.

Jan-Martin Reckel, AK Sachsen und Hanna Lütjens, FSJlerin in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen