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Material

Andacht des Monats: Liebe - wie weit würdest du gehen?

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BMX22@unsplash.com

Zielgedanke

Gott liebt jeden einzelnen von uns unendlich, unabhängig davon, was wir getan haben oder wie andere Menschen uns sehen. Mit diesem Blick dürfen wir auch unsere Mitmenschen sehen.

Einstieg

Wie viel wissen deine Freunde von dir? Und wie weit würdest du für deinen Freund gehen? Freundschaften können ganz unterschiedlich sein. Manche Freundschaften überdauern nur eine Zeit lang. Manchmal findet man ganz unerwartet gute Freunde. Einige Freunde sind vielleicht eher gute Bekannte. Manche Freundschaften schließt man eher zweckbedingt. Und manchmal findet man Freunde, die unglaubliche Schätze und treue Wegbegleiter durch dick und dünn sind.

Zu einer guten Freundschaft gehören Ehrlichkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass wir uns gegenseitig in die Karten - also Gedanken, Pläne und Gefühle - schauen lassen.

Bibelstelle

Lies Johannes 15,12-16.

Hauptteil

In Vers 13 bezeichnet Jesus seine Nachfolger als Freunde. Was für eine krasse Sache! Wir sind keine Angestellten oder Sklaven von Gott. Das heißt, dass wir nicht nur das tun, was Gott von uns verlangt. Wir können unsere eigenen Entscheidungen treffen und unsere Gedanken, Ideen und unseren Charakter in die einzelnen Begegnungen und Gespräche mitnehmen.

Genauso ist auch Gott zu uns: Er wird sich uns gegenüber nicht verstellen, denn er geht ehrlich mit uns um. Jesus sagt, dass ein Freund von den Plänen des anderen weiß. Gottes Plan ist darauf ausgelegt, dass wir ihn kennen dürfen. Er will sich in die Karten schauen lassen und seine Freunden in seine Gedanken, Pläne, Ideen und Wünsche mit hineinnehmen. Er möchte, dass wir Zusammenhänge verstehen können. In der Bibel können wir Gottes Charakter, sein Herz und seine Gedanken kennenlernen.

Wie weit würdest du für deine/n Freund/in gehen? Würdest du dein Leben für ihn/sie riskieren? Das überlegt man sich wahrscheinlich zweimal.

Gott dagegen ist sich absolut sicher, denn er möchte die Freundschaft zu uns unbedingt. Deshalb ist er aus Liebe für uns gestorben! Er hat für uns alles gegeben, um eine Freundschaft zu uns aufzubauen und tut alles, jeden Tag aufs Neue, damit diese Freundschaft funktioniert. Gott ist immer für uns da, er hört uns zu und interessiert sich für uns, obwohl wir ihm manchmal nichts von uns erzählen und ihm nicht zuhören. Oft interessieren wir uns nicht für ihn. Trotzdem hört er nicht auf uns zu lieben.

Nichts, was du machst, könnte seine Liebe weniger werden lassen, weil er uns immer zu 100% liebt. Seine unendliche Liebe zu den Menschen hat Jesus dadurch gezeigt, dass er sein Leben für uns gab, als wir ihn noch gar nicht kannten. Er ist also nicht nur für uns als seine Freunde gestorben, sondern als Gott uns noch fremd war, hat er uns gesehen und geliebt. Er hat sich schon damals dazu entschlossen sein Leben für uns zu geben! Die Bibel schreibt davon, dass er uns schon unendlich geliebt hat, als wir noch nichts von ihm wissen wollten (seine Feinde waren).

Gott hat gute Absichten und Pläne mit seinen Freunden und für sie. Er ist nicht hinterhältig oder böse zu uns. Nein, er denkt gut von uns und will unser Bestes. Und er will uns in seine Pläne miteinbeziehen. Das größte Beispiel von Liebe und Freundschaft ist Jesus! Gott inspiriert uns durch seine Liebe, die eine unendliche Tiefe und Weite hat, einen anderen Blick auf unsere Mitmenschen zu werfen.

Wen kann ich vielleicht gar nicht leiden? - Kann es sein, dass Gott auch die Menschen, die ich gar nicht mag, genauso liebt wie mich? Wie möchtest du mit Menschen umgehen, die von Gott unendlich geliebt werden?

Challenge

Bei wem fällt es dir besonders schwer zu glauben, dass Gott mit ihm/ihr befreundet sein wollte? Beobachte diesen Menschen mal ein bisschen genauer und lerne, ihn mit Gottes Blick zu sehen. Und immer, wenn du ihn/sie siehst und es dir schwer fällt, mit dieser Person umzugehen, sprich ein kurzes, leises Gebet, z.B.: "Danke Jesus, dass du XY so liebst, wie du auch mich liebst. Hilf mir, XY so zu sehen, wie du ihn siehst. Schenk ihm/ihr einen guten Tag/gute Begegnungen mit Menschen/einen Moment mit einer schönen Überraschung/... Amen."

Tauscht euch in den folgenden Wochen darüber aus, wie sich euer Blick auf die Menschen vielleicht verändert, wenn ihr versucht, sie mit Gottes Augen zu sehen.

Miriam Hildebrandt, FSJlerin in der SMD-Zentralstelle