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Generation Plus

Nachruf Horst Armin Eickel

Horst-Armin Eickel

* 19. Januar 1933     + 18. Mai 2026

Ein persönlicher Nachruf von Angelika und Michael Kranz, Herzogenrath

 

Am Tag nach Pfingsten haben wir gemeinsam mit vielen Weggefährten in Essen die Trauerfeier für Pfr. i. R. Horst-Armin Eickel gehalten. Er starb im Alter von 93 Jahren und hat über viele Jahre die Arbeit der SMD mit geprägt: zunächst als Reisesekretär der Studentenarbeit, von 1975 bis 1982 als Leiter der Akademikergemeinschaft in Deutschland (AGD, jetzt „Akademiker-SMD“) und ab 1997 ehrenamtlich im Leitungsteam von „55plus“ (jetzt „Generation Plus“). In verschiedenen Gemeinden hat Horst-Armin als Pfarrer gewirkt und war darüber hinaus dem Evangeliumsrundfunk (Jetzt „ERF Medien“) sehr verbunden. Seinen Ruhestand verbrachte er in Essen.

Noch am Pfingstmorgen sinnierten wir beide über geeignete Worte, um Horst-Armin würdig zu beschreiben - einen ganz besonderen Menschen, nicht nur für uns beide. Dann saßen wir gemeinsam im Pfingstgottesdienst und hörten die Lesung: „Die Frucht, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung“ (Galater 5,22-23). Und beide hatten wir unabhängig von einander den selben Gedanken: das ist Horst-Armin Eickel in Person!

 

Lieber Horst-Armin,

ich (Michael) durfte Dich als junger Student in der Kölner SMD-Gruppe kennenlernen. Du warst unser Gruppenbegleiter. Aber noch viel prägender waren die gemeinsamen intensiven vier Jahre in „Deiner“ ev. Kirchengemeinde in Büttgen bei Neuss, wo wir eng mit Dir zusammmenarbeiten durften: Angelika hauptamtlich als Jugendleiterin und ich ehrenamtlich. Du hast dort nicht nur uns beide, sondern auch viele andere mit Deinem liebevollen und fröhlichen Wesen begleitet und gefördert. Mit viel „Liebe“ und „Geduld“ und sicherlich manchmal auch mit einiger „Selbstbeherrschung“ hast Du über meine (Angelikas) Berufsanfängerfehler hinweggesehen und diese mit dem für Dich so typischen feinsinnigen Humor und Deinem verschmitzten Lächeln hingenommen. Du hattest fast immer einen Schalk im Augenwinkel sitzen und wir haben unheimlich viel zusammen gelacht. Das tat so gut – gerade in mancher schwierigen Situation. Aber über Deinen wesenseigenen Humor hinaus hast Du auch tiefe „Freude“ ausgestrahlt, die erkennbar in Deinem festen Glauben gegründet war.

„Freundlichkeit“, „Güte“, „Rücksichtnahme“, das waren die Grundlagen Deines Dienstes an den Menschen - Menschenfreundlichkeit eben. In Deiner Gegenwart spürte man irgendwie immer: „Ich bin ihm wichtig“. Wahrscheinlich auch deswegen haben wir jede Stunde mit Dir zusammen so sehr genossen.

Der Glaube an Gott und die Verbundenheit in Jesus Christus waren Dein festes Fundament. Sowohl nach dem frühen Tod Deiner lieben Ehefrau Elke 1994 als auch in Deinen letzten Jahren mit zunehmenden körperlichen Einschränkungen, wusstet Du Dich immer von Gott getragen. Zusammen mit Deiner Grundhaltung der Dankbarkeit hat Dir dieses Vertrauen nun den ewigen „Frieden“ geschenkt. Du bist angekommen beim Vater. Danke, lieber Horst-Armin für alles!

Deine Angelika und Michael

 

Die Nachricht vom Tod Horst-Armin Eickels hat uns beide sehr bewegt, weil er ein wirklich besonderer Mensch in unserem gemeinsamen Leben war, ein Vorbild im Glauben und im Umgang mit anderen Menschen und mit dem Leben überhaupt. Ohne die prägende Zeit mit ihm in Büttgen wäre unser Leben ganz anders verlaufen