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Tagungs-Detailseiten

Mit Freude Arzt sein – und bleiben

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Foto: privat

72. Fachtagung für Ärzte und Medizinstudierende

28.02.2020 bis 01.03.2020

72. Fachtagung für Ärzte und Medizinstudierende

Thema: Mit Freude Arzt sein… und bleiben

Ort: Rehe /Westerwald

Mediziner ACM Akademiker-SMD Tagungen

In unserer Umgebung sehen wir Kollegen, die mit Begeisterung ihren Beruf ausüben und auch andere mit ihrer Freude anstecken. Auf der anderen Seite gibt es ebenso Kollegen, die mit viel Leidenschaft beginnen, bei denen jedoch irgendwann mehr Frust als Lust dabei ist, Resignation die Oberhand gewinnt oder die letzten Kraftreserven ausgeschöpft sind.

In einer Umfrage des Hartmannbundes unter Assistenzärzt(inn)en wurde die Unzufriedenheit näher analysiert (Dt. Ärzteblatt 14/2019). Neben den dort untersuchten arbeitsplatzbezogenen Aspekten gibt es aber auch persönliche Faktoren. Wie kann ich Einfluss darauf nehmen, ob und in welchem Ausmaß ich Freude an meinem Beruf verspüre und bewahre? Welche Maßnahmen bewirken Veränderungen?

Gemeinsam mit den Referenten aus Medizin und Theologie wollen wir unsere Vorstellungen, Ansprüche und Ziele reflektieren und Quellen der Freude entdecken. Wir sind gespannt, welche neuen Perspektiven wir in den Berufsalltag mitnehmen können!

Referenten

Dr. med. Detlev Katzwinkel

lebt und arbeitet in Langenfeld, wo er seit 1996 als Chefarzt die geburtshilfliche und gynäkologische Abteilung des St. Martinus Krankenhauses leitet. Davor war er als Missionsarzt in Afrika tätig. Sein ehrenamtliches Engagement umfasst die Mitarbeit in der Freien evangelischen Gemeinde Langenfeld, der Allianz Mission im Bund Freier evangelischer Gemeinden und den Vorsitz der christlichen Stiftung ProVita, die sich intensiv mit Fragen des Lebensrechtes auseinander setzt. Seine Frau Sabine und er sind seit achtunddreißig Jahren verheiratet und haben fünf Kinder.

Martin Haizmann

ist verheiratet und hat sechs Kinder und viele Enkelkinder. Er ist Theologe und hat ein Diplom in Maschinenbau. In der SMD war er als Reisesekretär und Leiter der Hochschul-SMD tätig. In der IFES (International Fellowship of Evangelical Students) war er Europasekretär und ist derzeit stellvertretender Generalsekretär.

Programm

Freitag, 28. Februar 2020

18.15Abendessen
19.30Tagungseröffnung
20.00Persönlich erlebt – Einstieg ins Thema
Schwester Elisabeth Bartholomäus, Michael Fritz, Dr. med. Andreas Rost
21.30Kleingruppen
21.45Kontakte und Gespräche im Foyer

Samstag, 29. Februar

07.30Morgengebet (Raum der Stille)
08.00Frühstück
09.00Biblische Besinnung
09.30Brennen ohne auszubrennen –
frommer Wunsch oder reale tragfähige Verheißung?
Dr. med. Detlev Katzwinkel
10.30Kaffeepause (am Tagungssaal)
11.00Freude, die von innen kommt
Martin Haizmann
12.00Podiumsdiskussion
12.30Mittagessen, anschließend Freizeit
14.30offenes Kaffeetrinken im Speisesaal
16.00Seminare
18.00Abendessen
19.00Mitgliederversammlung der ACM im Tagungssaal
ab 20.15Feier-Abend in verschiedenen Lounges

Sonntag, 1. März 2020

08.00Morgengebet (Raum der Stille)
08.30Frühstück
10.00Gottesdienst mit Abendmahl und Segnungsangebot
Predigt: Martin Haizmann
12.30Mittagessen und Tagungsende

Seminare (Samstag 16-17.45 Uhr)

1 – Als Arzt im Spannungsfeld zwischen Ehe, Familie, Gemeinde und Berufsalltag

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Die Zeiten im Gesundheitswesen werden täglich rauer, Überbelastungen in vielen Bereichen werden bewusst einkalkuliert. Unter diesen Rahmenbedingungen mit Freude Arzt sein und bleiben und die eigenen Grenzen des ärztlichen Heilungsauftrages bei den unterschiedlichen Anforderungen in Praxis/Klinik /angestelltem Verhältnis / Selbstständigkeit / Assistenzarzt/Chefarzt sehen und annehmen, ist eine echte Herausforderung. Die Pflege der intrinsischen Motivation, wie mein Christsein dazu beitragen kann, als Arzt trotz aller Widrigkeiten und Zwänge die Christus geprägte Empathie, Zuwendung und Inspiration zu behalten, ist ein Lösungsweg.

Dr. med. Detlev Katzwinkel ist engagierter Christ und stammt gebürtig aus Solingen. Seit 1992 lebt er in Langenfeld im Rheinland und ist dort auch als Gynäkologe am katholischen Krankenhaus tätig. Er wurde im christlichen Glauben erzogen und hat sich viele Jahre in der offenen Jugendarbeit engagiert. Geprägt hat ihn vor allem christlich soziales Engagement, sowie die Frage nach Mitverantwortung in der Gesellschaft und immer wieder auch die Verantwortung für das Wohl von Kindern.

Mit seiner Frau Sabine hat er sich als Missionsarzt in Afrika engagiert und ist Mitglied im Verwaltungsrat der Allianz Mission im Bund freier evangelischer Gemeinden. Seit 1996 leitet er als Chefarzt die Geburtshilfliche u. Gynäkologische Abteilung des St. Martinus Krankenhauses.

Ehrenamtlich arbeitet er in den Freien evangelischen Gemeinden Langenfeld und Monheim mit, darüber hinaus ist Vorsitzender der christlichen Stiftung ProVita, die sich intensiv mit Fragen des Lebensrechtes auseinander setzt, aktuelles Projekt : „Lebensfragen“ – ein Glaubenskurs . Seine Frau und er sind seit 38 Jahren verheiratet und haben fünf Kinder, aktuell neun Enkelkinder.

2 – Mit Skalpell und Gottvertrauen – Christusnachfolge im Dschungel

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Schwester Elisabeth stellt die Arbeit der Christusträger-Schwestern im Urwald von Borneo vor. Es wird über die chirurgischen und missionarischen Dienste in Kalimantan/Borneo berichtet. Schwester Elisabeth zeigt dabei Bilder von Land und Leuten, von der christlichen Gemeinde und vor allem von den chirurgischen Patienten. Oft wurde unter sehr einfachen Bedingungen behandelt.

Schwester Elisabeth Bartholomäus, Medizinstudium in Erlangen, Würzburg und Wien mit dem Ziel, Missionsärztin zu werden. Während der Facharztausbildung in Chirurgie Eintritt in die Christusträger-Schwesternschaft. Missionsärztlicher Einsatz als Chirurgin zusammen mit zwei Mitschwestern von 1974 bis 2009 auf Borneo und Java/Indonesien. Seitdem im Ruhestand in Künzelsau. Autorin von 2 Büchern.

3 – Meiner Freude an der Arbeit auf die Spur kommen

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Mit welcher Motivation habe ich mein Studium begonnen und beendet? Warum habe ich mir meine Fachrichtung ausgesucht? Wo erlebe ich meine Stärken im Beruf? Was macht mir Freude, befriedigt mich an meiner Arbeit? Habe ich auch schon mal die Freude an meiner Arbeit verloren und wenn ja, habe ich sie wiedergewonnen? Und wodurch?

Nach einer kurzen Einführung wollen wir mit diesen Fragen und dem was uns wichtig ist und motiviert in Kleingruppen ins Gespräch kommen und dies am Ende in der Großgruppe zusammen tragen. 

Dr. med. Christine Rost, niedergelassen in Frankfurt am Main als Ärztin für Psychotherapeutische Medizin seit 1998. Erste Facharztausbildung als Frauenärztin in Darmstadt. Spezialisierung in Psychotraumatologie, EMDR Supervisorin und Trainerin, Vorträge im Bereich Psychotraumatologie, Arbeit mit Ressourcen, Resilienz und Psychohygiene, Buchautorin.

4 – Mit Freude Arzt sein und bleiben – nicht leiden

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Bei der Vielfalt an Herausforderungen im „ärztlichen Alltag“ hat er -trotz aller Schwierigkeiten- nie die Freude an diesem wundervollen Beruf verloren. Wie ihm der christliche Glaube dabei geholfen hat, wird er berichten.

Prof. Dr. med. Richard Goebel, geb. 1939, verheiratet, 4 Kinder. Tätigkeit: Medizinal- und frühe Assistenten-Zeit an verschiedenen Krankenhäusern in Deutschland; 12 Jahre  an der I. Frauenklinik der Universität München mit Habilitation im Kontext einer biochemischen Forschungsstelle; fast 25 Jahre leitender Arzt an einer Frauenklinik im Ruhrgebiet; nach der Pensionierung u.a. medizinische Aktivitäten in Afrika; seit 2015 medizinische Betreuung von Flüchtlingen; ehrenamtliche Aktivitäten in der Ärztekammer NRW; Vorträge und Publikationen zu ethischen Fragen im Grenzgebiet von Medizin und Theologie.

5 – Schutz- und Kraftfaktoren für unseren Berufsalltag aus der Bibel

Unser Tagungsthema, gelebt im Alltag, ist für uns nur möglich durch die Kraft des VERTRAUENS auf Gottes Leitung, Bewahrung, Vergebung und Liebe. Das wird uns geschenkt durch das Gebet. Die Freude ist eng verknüpft mit der Dankbarkeit. Im Seminar wollen wir gemeinsam Resilienzfaktoren als Trotzkraft des Glaubens und Quellen der Freude im Leben von Hiob und Joseph betrachten. Das Seminar soll ein Beitrag zur Stärkung in unserm schönen Beruf sein.

Prof. Dr. med. Inge Scharrer, Frankfurt/Main, Internistin mit Zusatzbezeichnung Hämostasaeologie, über 50 Jahre im Beruf in zwei Universitätskliniken in Patientenbetreung und Forschung.

6 – Mit Freude Arzt sein – in der Praxis

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Der Referent ist der Überzeugung, den schönsten Beruf der Welt zu haben – das war aber nicht immer so. Wir wollen berichten, hören und erarbeiten, welche Faktoren die Freude am Arztberuf abtöten, erhalten oder wiederbeleben können. Dazu gehören förderliche Haltungen, aber auch ganz konkrete Organisations-Tools und betriebswirtschaftliche Faktoren. Haben wir es als Christen im deutschen Gesundheitswesen besonders schwer? Stehen Christen in einer Praxis vielleicht spezifische Möglichkeiten zur Verfügung? Diese wollen wir ebenfalls herausfinden.

Dr. med. Wolfram Nagel (Facharzt für Allgemeinmedizin Psychotherapie Rettungsmedizin Kurarzt Manuelle Medizin Master „Angewandte Ethik“) entwickelt seine Hausarztpraxis mit großer Leidenschaft weiter. Er versucht sowohl in der Praxis als auch im Rahmen eines Lehrauftrages an der Uni Oldenburg die Freude am Beruf des Hausarztes zu vermitteln.

7 – Von Risiken und Nebenwirkungen, mit einem Arzt verheiratet zu sein

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Seminarbeschreibung folgt.

Antje Piegsa, Lehrerin aus Bremen. Mit einem Mann verheiratet, auf den privat der Spruch zutrifft "Ärzte, nie da, wenn man sie braucht". Nach 33 Jahren immer noch glücklich an seiner Seite.

Prof. Dr. theol. Carsten Ziegert, Theologe aus Gießen, seit 2003 mit einer Ärztin verheiratet.

8 – Framing, Hashtags, Spin-Doktoren - Kommunikation in medizinethischen Fragen: Was kommt an, was nicht?

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Schwangerschaftsabbrüche, PID und die „Ehe für Alle“ sind nur drei der Themen, die in den vergangenen Jahren auch von Christen intensiv diskutiert wurden. Selten stehen dabei rein sachliche Argumente im Vordergrund, sondern die geschickte Entwicklung sogenannter „Frames“. Verschiedene Beispiele zeigen: Wer am geschicktesten kommuniziert, hat die Deutungshoheit. Dabei haben politische und mediale Akteure unterschiedliche Kommunikationsstrategien. Wie funktionieren sie? Welche sind erfolgreich – und welche nicht?

Nicolai Franz (32) ist Theologe und Journalist. Als Redakteur des Christlichen Medienmagazins pro befasst er sich überwiegend mit gesellschaftlichen und politischen Fragen, die den christlichen Glauben berühren.

9 – Ökonomisierung in der Medizin – Bedeutung des Ärzte Codex

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Die zunehmende Ökonomisierung in der Medizin beeinflusst immer weiter unser ärztliches Handeln. Kann der Ärzte Codex der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hier einen Hilfe bieten? Was sind mögliche christliche Standpunkte?

Wir möchten den Ärzte Codex kurz vorstellen und dann Erfahrungen aus den verschiedenen Bereichen ärztlicher Tätigkeit austauschen sowie praktische Lösungsansätze erarbeiten.

Link: https://www.dgim.de/veroeffentlichungen/aerzte-codex

Dr. med. Markus Frenz und der Arbeitskreis Ethik der ACM 

Organisatorisches

Tagungsort

Christliches Gästezentrum im Westerwald
Heimstraße 49
56479 Rehe
Fon 0 26 64. 5 05-0    
cgw-rehe.de
Bei Anreise mit der Bahn wird ein Abholservice von Herborn angeboten.

Kinderprogramm

 

Das kids-team Westerwald (Jürgen Platzen und Team) wird mit den Kindern in zwei altersspezifischen Gruppen von Freitag bis Sonntag ein spannendes Kinderprogramm durchführen. Freut Euch auf spannende Geschichten und Spiele und den Aufbau einer riesigen Lego-Stadt! Infos zu Angeboten des kids-teams:

https://kids-team.com/de/aktiv/lego_projekt/

Auch die Teenager kommen auf dieser Tagung mit einem eigenen Programmangebot auf ihre Kosten.

Kosten

Im Tagungsbeitrag sind die Kosten für Unterkunft (DZ Du/WC) und Vollpension enthalten. In Klammern angegebene Preise gelten für ACM-Mitglieder und Angehörige. Informationen zur ACM-Mitgliedschaft sowie ACM-Statuten unter www.acm-deutschland.de > Mitgliedschaft

Verdiener, erw. Angehörige                    190 (170) Euro
Studierende, Arbeitssuchende
und Kinder 16-18 Jahre
                       95 (85)  Euro
Kinder 12-15 Jahre                        35 (30) Euro
Kinder 7-11 Jahre                        20 (15) Euro
Kinder unter 7 Jahre                                     frei
Bettwäsche und Handtücher
(Betten sind selbst zu beziehen)
                                 7 Euro
Rabatt im Haus Rehbachtal,
kurzer Fußweg zum Haupthaus,
Du/WC auf dem Flur
             20 Euro Ermäßigung
pro erwachsenem Teilnehmer
Tagesgäste (zzgl. Mahlzeiten)                               30 Euro
Frühbucherrabatt bis 20.12.2019
pro Anmeldung (Fam./Ehepaar)
                               20 Euro

Studierende und arbeitssuchende Tagesgäste erhalten einen Rabatt von 5 Euro.

Für Berufstätige sind die Auslagen als Fortbildungskosten steuerlich absetzbar.

 

Anmeldung

Online gleich weiter unten.

Die Anmeldung ist erst nach vollständiger Überweisung des Teilnehmerbeitrages gültig. Nicht-Überweisung ist keine Abmeldung!

Sollten die Tagungskosten ein Hindernis zur Teilnahme darstellen, bitten wir um eine kurze Mitteilung.

Bei Abmeldung nach dem 31. Januar 2020 wird eine Gebühr von 25 Euro einbehalten.

Anmeldebestätigung, Kosten und Kontodaten erhalten Sie nach Anmeldung durch das ACM-Sekretariat.

Flyer zum Download

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